Petra Luber berichtet vom Zapfenstreich für den Präsidenten
Von Gauck beeindruckt

Vor Schloss Bellevue: Die Eschenbacherin Petra Luber (von rechts) mit ihren Kollegen Jugend-Rot-Kreuz-Bundesleiter Marcus Janssen, dem Berliner Jugend-Rot-Kreuz-Landesleiter Henrik Wachtel und der Rot-Kreuz-Bundesleiterin für Wohlfahrt und Soziales, Dr. Christine Staudte. Bild: privat

Eschenbach/Berlin. "Sehr beeindruckend": Petra Luber ist auch am Sonntag noch anzuhören, dass sie am Freitag etwas Besonderes erlebt hat. Als eine von 300 Ehrenamtlichen durfte die Stellvertretende Bezirksbereitschaftsleiterin aus Eschenbach beim Zapfenstreich zum Abschied von Bundespräsident Joachim Gauck dabei sein. (Wir berichteten)

Höhepunkt sei ein kurzes Gespräch mit dem scheidenden Staatsoberhaupt gewesen. Nach seiner Rede ging Gauck von Tisch zu Tisch. Bei 600 Gästen blieb aber nicht viel Zeit für jeden Einzelnen. "Von mir wollte er wissen, wo ich her komme", berichtet Luber. Auf die Antwort "Bayern", wollte Gauck es genauer wissen. "Ich konnte noch sagen 'Oberpfalz in der Nähe von Weiden', dann musste er schon weiter." Luber berichtet, dass ihr Gaucks Ruhe in der Hektik aufgefallen sei. "Er musste so viele Hände schütteln. Und blieb trotzdem ruhig und freundlich", sagte sie über den 77-Jährigen.

Begonnen hatte für Luber der Besuch schon gegen 15.30 Uhr, als ein Bus sie zum Schloss Bellevue brachte. "Hier wurde zum ersten Mal unsere Einladung und der Ausweis kontrolliert." Weitere Kontrollen folgten. Das Personal sei aber "nett und bemüht gewesen, uns einen tollen Aufenthalt zu bescheren". Ein Stehempfang überbrückte die Zeit bis zum Zapfenstreich. "Zwischendurch wurden raffinierte Häppchen gereicht."

Kurz bevor der Bundespräsident auftrat, habe der Protokollchef den Ablauf erklärt. "Er hat uns gebeten, während des Zapfenstreichs keine Fotos zu machen." Die Rede sei "launig, aber auch mit viel Inhalt gespickt gewesen". Luber freut besonders, dass Gauck die Bedeutung des Ehrenamts hervorhob. Jeder Gast bekam ein Exemplar der Rede. Beim eigentlichen Zapfenstreich ist Luber aufgefallen, dass zu den "unbeweglichen Fackelträgern alle 20 Minuten ein Kamerad trat, um ihnen eine neue Fackel in die Hand zu stecken. Rührend fand Luber, dass Gauck zum Schluss den Arm um Lebensgefährtin Daniela Schadt gelegt hat. "Da gab es dann auch langen Applaus."
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