Pfarrsaal noch unklar: Laienschauspieler sehen sich nach Ersatz um
Theater um Spielort

Für die Theaterfreunde öffnen sich weitere Vorhänge. In der Jahreshauptversammlung des Theatervereins sammelte sich um Vorsitzende Elke Müller eine temperamentvolle Laienspielgruppe, die auch 2017 mit einem Lustspiel-Kracher begeistern will: (von links) Beate Steinbock, Steffi Schuller, Carmen Longares-Ulrich, Günther Dilling, Elke Müller, Martin Höchtl und Riita Michelson. Bild: do

Eine Sorge scheint behoben, ein anderer Kummer bleibt. Mit zum Teil neuen oder reaktivierten Laienschauspielern will der Theaterverein um Elke Müller weitere "Vorhänge" öffnen. Gleichzeitig geht die Sorge um einen geeigneten Spielort um. Denn ob der Pfarrsaal wieder genutzt werden kann, ist unklar.

Eines ist dagegen sicher: Die Lust auf Humor und Spaß geht dem Theaterverein nicht aus. Auch im nächsten Jahr will die junge Truppe wieder ihr treues Publikum erfreuen, kündigte Müller in der Jahreshauptversammlung im Rußweiher-Restaurant Rodler an. Laienschauspielerin Beate Steinbock weiß: "In der Bevölkerung gibt es eine Erwartungshaltung." Ein volkstümliches Stück ist deshalb fest eingeplant. Für den Lachschlager ist man bei Fachverlagen auf der Suche.

Zum Teil neue, begeisterungsfähige Theaterspieler sind bereit, das Wellnessprogramm für Leib und Seele fortzusetzen: Sieben Akteure gaben der Vorsitzenden Elke Müller das "Ja-Wort" zum Mitmachen. Wegen beruflicher Verpflichtungen fallen zwar einige "Altgediente" aus. Doch frisches Schauspielblut drängt auf die Bretter, und nach einigen Jahren der Abstinenz finden zudem Vollblut-Schauspieler wieder ins Theaterleben zurück.

Freudestrahlend registrierte Vorsitzende Elke Müller schon zu Beginn die Zusagen. Erfahrene und neue Kräfte werden sich ergänzen, urteilte sie. Ganz neu im Ensemble ist Riita Michelson. Einen Neueinstieg - "aber bitte möglichst in einer Nebenrolle" - wagt Günther Dilling. Hinzu kommen mit Elke Müller, Reinhard Leipold, Carmen Longares-Ulrich, Martin Höchtl, Steffi Schuller und Beate Steinbock altbewährte Laienschauspieler. "Das gibt Mut und Zuversicht für die kommenden Aufgaben", merkte Elke Müller an.

Der Jahresbericht umfasste neben einer Aufzählung der Aktivitäten die steten Bemühungen, für das Theater im nächsten Jahr einen Spielort zu sichern. Noch immer sei unklar, ob der Pfarrsaal auch 2017 zur Verfügung stehe, bedauerte die Vorsitzende. Eine konkrete Zusage könne Pfarrer Thomas Jeschner wegen einer möglichen Umnutzung des Pfarrheimes nicht geben, teilte sie mit.

Daraus ergab sich eine lange Diskussion über mögliche Ersatz-Spielorte. Die Rede war von der Turnhalle der Volksschule, der Aula des Sonderpädagogischen Förderzentrums oder einem Ausweichen auf das Gemeindezentrum in Speinshart. Auch über ein Freiluft-Theater machten sich die Mitglieder Gedanken. Als geeignet dafür hielten sie den Pausenhof der Markus-Gottwalt-Schule und die Seebühne vor dem Funktionstrakt des Rußweiher-Freibades. Die Suche nach dem idealen Theater-Standort wurde schließlich dem neuen Vorstand übertragen.

Bei der Neuwahl gab es keine personellen Veränderungen. Den Verein führt wie bisher Elke Müller. Ihr zur Seite stehen als Stellvertreter Reinhard Leipold und Carmen Longares-Ulrich, die zusätzlich die Kasse verwaltet. Schriftführerin bleibt Susanne Luth, Kassenprüfer Günther Dilling. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Martin Höchtl, Alfons Müller und Elmar Pöpperl.
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