Philatelisten stellen neue Briefmarken vor
Mit Schweinen frankieren

Hat die Deutsche Post eine Vorliebe für Teichwirte, Angler und Landwirte? Diese Frage beschäftig die Philatelisten seit der neuen Blockausgabe. Sie ist alten und gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland gewidmet. Bei der Monatsversammlung des Vereins der Briefmarkenfreunde stellte Neuheitenwart Walther Hermann die Emission September vor.

Zu ihr gehört neben "Liebesbriefe" zum Tag der Briefmarke (70 Cent) und "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" (145 Cent) auch altbewährtes Vieh. Als besonders gefährdet gilt das Deutsche Sattelschwein (85 Cent), von dem deutschlandweit lediglich 260 Tiere verzeichnet sind. Es ist bekannt für seine überdurchschnittliche Ferkel-Aufzuchtsrate, nämlich 23,6 pro Jahr. Es gilt als anspruchslos, robust und überzeugt durch eine sehr gute Fleischqualität.

Der Bestand des Rhönschafs (70 Cent) ist in den vergangenen 50 Jahren von 300 auf 5600 registrierte gestiegen. Das in den Mittelgebirgslagen der Rhön beheimatete Tier ist besonders robust gegen feuchtkalte Witterung und überaus fruchtbar. Als Napoleon das wohlschmeckende Fleisch 1813 kennenlernte, war das Rhönschaf lange zeit als "mouton de la reine" (Schaf der Königin) in Paris bekannt.

Die Jugendmarken waren auch schon im Vorjahr heimischen Fischarten gewidmet (wir berichteten). Mit der Ausgabe vom 1. September erinnert die Post an alte Nutztierrassen, die das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses sind und über viele Jahrhunderte und Generationen hinweg gezüchtet wurden. Sie gelten als langlebig, genügsam, fruchtbar, besonders widerstandsfähig und prädestiniert für eine ökologische und nachhaltige Viehwirtschaft.
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