Polizei nimmt Täter kurzzeitig fest
Messerangriff in Asylunterkunft

Symbolbild: dpa

Nach einer Messerstecherei in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber ermittelt die Polizei Eschenbach gegen zwei Iraner. Die beiden Männer sollen am Samstagabend einen Landsmann Stich- und Schnittwunden zugefügt haben. Der 26-Jährige konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus in Kemnath am selben Abend wieder verlassen. Die Polizei wirft den beiden Angreifern nun gefährliche Körperverletzung vor, eine Tötungsabsicht habe jedoch nicht bestanden.

Gegen 19:10 Uhr sollen die drei Iraner in Streit geraten sein. Der Auslöser liege laut Polizei im "persönlichen Bereich". Die 20- und 27-jährigen Angreifer waren bei der Tat "nicht unerheblich" alkoholisiert, das Opfer war dagegen nüchtern, dies ergab ein Alkoholtest. Die Polizei nahm die beiden Angreifer kurzfristig in Gewahrsam, inzwischen sind sie wieder frei. Einer der beidenmusste wegen Schlagverletzung am Auge ambulant im Klinikum Weiden behandelt werden. Die drei Beteiligten sind inzwischen in unterschiedlichen Unterkünften untergebracht.

Die Ermittlungen gestalten sich für die Beamten der Polizeiinspektion Eschenbach schwer, weil alle drei Iraner kein Deutsch und nur sehr wenig Englisch sprechen. Deshalb sei die Befragung ohne Dolmetscher nicht möglich. Aus diesem Grund habe es bislang nur eine erste Befragung gegeben, die eigentliche Vernehmung stehe nun noch an.
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