Rundgang entfällt
Felsenkeller gesperrt

Franz Ballon widmete sich ganz der Orgel in der Speinsharter Klosterkirche - mit Eigenkompositionen und einem Werk von Bach. Bild: stg

Nix wird's mit dem spannenden Besuch der Eschenbacher "Unterwelt". Der von der Jungen Union für heute, Samstag geplante Rundgang durch die Felsenkeller muss abgeblasen werden, teilte ein enttäuschter Vorsitzender Peter Nasser gestern mit.

Als Grund nannte der Kreis- und Stadtrat eine Absage von Willi Trummer wegen "drohenden Einsturzgefahr". Der Kulturbeauftragte beruft sich auf ein Gutachten im Auftrag der Stadt, das öffentliche Nutzungen nicht empfehle. Nassers Wunsch, eine Kopie zu erhalten, habe die Stadt nicht entsprochen.

Deshalb kommt dem Kommunalpolitiker das Verhalten von offizieller Stelle "recht spanisch" vor. "Zunächst bekam ich eine Zusage von Willi Trummer, dann eine Absage des Bürgermeisters, schließlich eine Rücknahme der Absage von Peter Lehr und nun eine Rücknahme der Zusage von Willi Trummer." Als "richtiges Affentheater" empfindet Nasser dieses Taktieren. Seine Enttäuschung über dieses Hin und Her kann der Initiator des Felsenkeller-Rundganges nicht verbergen. Und die vielen Interessenten sind auch verwundert, weiß Nasser. Es interessierten sich nicht nur junge Leute für die Tour. Auch viele Erwachsene hatten sich angemeldet. Als Beispiel führt er Elisabeth Schreml an, zertifizierte Gästeführerin der Stadt. Jetzt gebe es bei den Natur- und Stadtführungen eine Attraktion weniger, zitierte Nasser den Heimat- und Natur-Scout.

Auch der JU-Vorsitzende vermisst nach der Sperrung künftig spannende Beiträge zur Eschenbacher Biergeschichte. Während das Taubenschusterhaus mit Millionenaufwand herausgeputzt wird, fehle nun zum Thema des Eschenbacher Kommun-Brauwesens ein bedeutender Baustein. Zudem bedauerte Nasser im Jubiläumsjahr des Reinheitsgebotes die mangelnde städtische Initiative zur öffentlichkeitswirksamen Darstellung des historischen und denkmalgeschützten Malzhauses. Als bayernweit wohl einmaliges Denkmal Jahrhunderte alter Bierkultur verdiene das Malzhaus gerade in einem so geschichtsträchtigen "Bierjahr" deutlich mehr Aufmerksamkeit.

"Mit solchen Pfunden urbaner Stadtgeschichte kann man wuchern", urteilte er. Es sei deshalb höchste Zeit, im "Jahr des Bieres" das imposante Malzhaus der ursprünglichen Nutzung entsprechend nachhaltiger touristisch zu bewerben.

Speinshart. (stg) Die "leichte" Musik ist nicht sein Ding: Zumindest konnte das in der Speinsharter Klosterkirche so "erhört" werden. Franz Ballon hatte sich beim Orgelkonzert in dem Gotteshaus zum Fest des heiligen Norbert den anspruchsvollen Tönen verschrieben und lieferte mit seinen dargebotenen Werken eine hochklassige Darbietung ab.

Für die Speinsharter Prämonstratenserabtei war es ein besonderes Konzert, denn es stand in Zusammenhang mit dem Norbertusfest, also jenem Fest, das an den Heiligen Norbert von Xanten erinnert. Dieser hatte im 12. Jahrhundert die Gemeinschaft der Chorherren gegründet und es wird dementsprechend alljährlich im Juni im Klosterdorf in besonderer Weise an ihn erinnert. Und so war es auch keine Überraschung, dass Ballon auch den Ordensgründer musikalisch würdigte - nämlich mit beachtlichen Eigen-Bearbeitungen zum Norbertuslied, die in Speinshart sogar Uraufführung feierten. Franz Ballon ist gebürtiger Waldsassener, wo er auch heute wieder lebt. Er war unter anderem 14 Jahre als hauptberuflicher Kirchenmusiker im niederbayerischen Mainburg tätig, als freischaffender Künstler hat er sich als Organist, Komponist, Musik-Privatlehrer sowie Autor einen Namen gemacht.

Immer wieder ließ Ballon seine schnellen Finger über die Tasten gleiten und verwandelte auf diese Weise den prächtigen Sakral- in einen nicht weniger prächtigen Musikraum. Wer Ballon beim Orgelspiel beobachtete, der staunte wohl erst einmal: Man hatte den Eindruck, dass er keiner besonderen Inspiration bedarf. Vielmehr war zu spüren, dass die Musik einfach "da" war und von ihm gespielt wird. Hörbar war dies bei allen Werken des Abends - den Eigenkompositionen wie auch bei Johann Sebastian Bachs "Präludium und Tripelfuge Es-Dur BWV 552" - und quittiert wurde es von den Zuhörern zum Abschluss mit kräftigem Applaus.

Bus-Ausflug an die Weinstraße

Speinshart. (do) Für den Bus-Ausflug der Krieger- und Soldatenkameradschaft an die Weinstraße vom 1. bis 4. September sind noch Plätze frei. Reiseschwerpunkte sind Besichtigungen in Heidelberg, Rüdesheim und des Niederwalddenkmals, Rhein-Schifffahrt, Weinproben, der Besuch des Soldatenfriedhofes in Niederbronn-les-Bains und ein Zwischenstopp zur Besichtigung des Technik-Museums in Speyer. Der Reisepreis beträgt 360 Euro. Nähere Auskünfte bei Max Wagner, Telefon 09648/484.

Publik Viewing in der SCE Festhalle

Eschenbach. Der SC Eschenbach zeigt alle Deutschlandspiele bei der EM 2016 live auf Großbildleinwand in seiner Festhalle. Los geht es am Sonntag ab 20 Uhr für alle Fußballfans. Der Erlös der Übertragungen geht in das Projekt "BaueineSoccerarena in Eschenbach". Damit möchte der SC den Bau einer Minispielfeldes in Eschenbach unterstützen. Zeitgleich haben die Gäste auch die Möglichkeit einen Baustein für das Spielfeld zu erwerben. Weitere Informationen, sowie die Spendentafel ist unter. www.soccerarenaeschenbach.de abrufbar.

Spirituelles Angebot

Neustadt/WN. Einladung an alle Altersgruppen zur gestalteten Eucharistischen Anbetung. ,,In der Gegenwart von Jesus Ruhe, Frieden, Trost und neue Kraft schöpfen" mit meditativen Texten, Zeiten der Stille, dem Wort Gottes und neuen geistlichen Liedern. am Donnerstag, 16. Juni, von 19.30 bis 20.30 Uhr im Kloster St. Felix in Neustadt/WN. (Zehn Minuten vor Beginn werden die Lieder eingesungen.)
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