Schlaganfall
Jede Minute zählt

Monika Stopfer (rechts), die Vorsitzende des Katholischen Frauenbunds, dankte mit einem Geschenk für einen informativen Vormittag: BRK-Pflegedienstleiterin Tina Hösl hatte die Teilnehmerinnen an der Frühstücksveranstaltung hellhörig in Sachen Schlaganfall gemacht. Bild: rn

"Das Thema Schlaganfall geht uns alle an." Wie sehr rechtzeitiges Handeln dabei lebensrettend sein kann, darauf machte BRK-Pflegedienstleiterin Tina Hösl beim Katholischen Frauenbund aufmerksam. Das erste gemeinsame Frühstück im neuen Jahr hatte besonders viele Teilnehmerinnen ins Pfarrheim gelockt.

Die Referentin verstand es, unter Einbindung der Zuhörerinnen Anzeichen, Sofortmaßnahmen und Verhalten zur Vorbeugung eines Schlaganfalles zu vermitteln. Diesen beschrieb sie als plötzliche Unterbrechung von Leitungsbahnen im Gehirn durch Blutung oder Verstopfung. Er sei oft von außen nicht erkennbar, meist ergebe nur eine CT-Kontrolle den Befund.

Auf Fragen der Frauen nach möglichen äußeren Zeichen nannte Tina Hösl unter anderem Sprachstörung, Lähmungserscheinung und herabhängende Mundwinkel. "Diese Anzeichen sollten sie hellhörig machen", lautete ihr dringender Rat. Auch bei Gleichgewichtsstörung, plötzlicher Verwirrtheit und Desorientierung gelte es, sofort zu reagieren. Es zähle jede Minute.

Die Referentin warnte davor, daran zu glauben, dass sich ein Schlaganfall nur im fortgeschrittenen Alter ereignen kann. "Jede Altersgruppe kann betroffen sein", erklärte sie unverblümt und empfahl Migränepatienten, durch regelmäßige Gehirnkontrollen vorzubeugen.

Als Sofortmaßnahmen gab sie der Runde mit auf den Weg: Notruf 112 wählen, den Betroffenen nicht alleine lassen, Oberkörper hoch lagern und keine Speisen, Getränke oder Medikamente verabreichen. Bei Atemstillstand seien die üblichen Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen.

In einer Gesprächsrunde ermittelte Hösl mit den rege mitarbeitenden Frauen die Risikofaktoren. Dabei stand an erster Stelle ein hoher Blutdruck. Und: "Bei Rauchern mit hohem Blutdruck erhöht sich das Risiko deutlich." Gleiches gelte für Übergewichtige.

Als weitere Risikofaktoren zählte sie Stress sowie hohe Blutfett- und Zuckerwerte auf. Schließlich wies sie darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalles im Alter zunehme - auch genetisch bedingt. Als vorbeugende Maßnahmen empfahl die Referentin: Einstellen des Zigarettenkonsums, gesunde Lebensweise mit viel Obst und Gemüse, regelmäßige Bewegung oder Sport, Abbau von Stress, Reduzieren des Gewichts. Auch durch viel Trinken werde das Blut dünner. "Gehen Sie in sich und überlegen Sie, was Sie in Ihrem Leben eventuell verändern sollten", lautete ihr Rat.

In einer Vorschau auf die Pflegeleistungen ab 1. Januar 2017 kündigte Tina Hösl an: "Es wird alles anders und zugleich besser." Frauenbund-Vorsitzende Monika Stopfer dankte ihr mit einem Präsent für den informativen Vormittag.
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