Schnelles Internet für alle
Stadtrat votiert für Erschließung der Ortsteile

Schnelles Internet für alle: In einem zweiten Schritt sollen die bisher unversorgten Ortsteile an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Der Stadtrat hat dazu am Donnerstag das vorgeschlagene Kumulationsgebiet beschlossen und die Verwaltung beauftragt, in Kooperation mit dem Regensburger Büro IK-T die nächsten Schritte für das Förderverfahren einzuleiten.

Die Arbeiten zur Breitband-Erschließung des Kumulationsgebiets I - die Industriegebiete Stegenthumbach und Am Stadtwald sowie Teile des Stadtgebiets - sind im Wesentlichen abgeschlossen. Bereits im Sommer hatte der Stadtrat das Büro IK-T (Innovative Kommunikations-Technologien) beauftragt, eine Planung zur Erschließung der bisher unversorgten Ortsteile zu erstellen.

Hintergrund war der Umstand, dass aus dem laufenden Förderprogramm des Freistaats noch 335 000 Euro als Höchstbetrag zur Verfügung stehen. Zudem müsse es das Bestreben der Stadt sein, inner- wie außerorts für gleichwertige Verhältnisse zu sorgen, so die Räte.

Manfred Gebhardt vom Büro IK-T stellte nun dem Gremium die Planungen vor und informierte über die voraussichtlichen Kosten. Er schickte voraus, dass Eschenbach nach einer schnellen Antragstellung zum Ausbau der Breitband-Versorgung im Herbst 2014 einen Förderbescheid über 417 000 Euro für kommunale Investitionen von insgesamt 530 000 Euro erhalten habe.

Nunmehr gehe es darum, im zweiten Förderverfahren "möglichst viele Ortsteile mit einer Leistungsstärke von mindestens 30 Megabit pro Sekunde zu versorgen". Zum verbliebenen Erschließungsgebiet gehören Groß- und Kleinkotzenreuth, Hotel "Glutschaufel", Hotzaberg, Breitenlohe, Hammermühle, Witzlhof, Trag und Runkenreuth.

Statt der bisherigen Ausbauvariante "Glasfaser bis zum Kabelverzweiger" hielt der IK-T-Mitarbeiter nun jedoch nur "Glasfaser bis ins Grundstück" für machbar. Als Grund dafür nannte er die "zu wenig dichte Bebauung" der Ortsteile. In den Gebäuden seien eventuell Nachrüstungsarbeiten erforderlich. In seiner Kostenberechnung ging Gebhardt von einem Angebotspreis von 490 000 Euro aus, so dass für die Kommune 105 000 Euro bleiben.

Angesichts der bisherigen Erfahrungen hielt es Bürgermeister Peter Lehr für realistisch, dass die Erschließungsarbeiten bis Ende 2017 abgeschlossen sind. Er machte auf das kostenfreie Einlegen der Anschlüsse in die Gebäude im Verlauf der Erschließung aufmerksam. Ein späterer Anschluss sei nur auf eigene Kosten möglich. "Vor Beginn der Arbeiten werden alle Hausbesitzer noch angeschrieben", kündigte er an.

"Es ist entscheidend, dass alle Ortsteile mitgenommen werden und niemand ausgeschlossen wird", betonte Fritz Betzl. Dieser Aussage schlossen sich Hans Bscherer und Marcus Gradl - "ohne Breitbandanschluss geht nichts mehr" - an.
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