Schüler lernen an Praxismodellen Grundlagen der Mechanik und Elektrik
Mit Baukasten zur Berufsausbildung

Beratungslehrer Jürgen Koller, Studiendirektor Thomas Metzler und Ausbildungsleiter Johannes Beierl (von links) überzeugten sich von Aufbau- und Programmier-Erfolgen der Schüler. Bild: rn

Die Wirtschaftsschule geht bei der Ausbildung ihrer Schüler neue Wege. An Praxismodellen aus Baukästen werden zur Zeit 18 Schülern Grundlagen der Mechanik und Elektrik vermittelt. Die Voraussetzungen dazu schufen Elternbeirat, Förderverein und die Firma Rogers/Curamic. Sie ermöglichten den Erwerb von acht Robotics-Beginner-Sets und Technical Revolutions. Johannes Beierl, Leiter der betrieblichen Ausbildung bei Rogers, besuchte die engagierten Wahlfach-Schüler und überzeugte sich von deren technischem Geschick.

Im Schulwahlfach MERoP (Mechanik, Elektrik, Robotik und Programmierung) erhalten die Schüler wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Deren Inhalte sind der Aufbau eines einfachen Roboters beziehungsweise eines computergesteuerten Modells und dessen Programmierung mit Fischertechnik-Baukästen.

Vermittelt werden den Schülern die Grundzüge der Programmierung mit der visuellen Programmiersprache Scratch. Anhand der Programmierung von Lernsoftware und Spielen wie Autorennen oder Flappy Bird werden die Schüler auf kreative und explorative Weise mit den Grundkonzepten der Computerprogrammierung vertraut gemacht.

Etwa 20 bis 25 Prozent der Abgänger der Wirtschaftsschule gehen in den technischen beziehungsweise handwerklichen Bereich. Dies ist für Beratungslehrer Jürgen Koller ein Argument für das Wahlfach. Es gelte daher, das Interesse der Schüler für technische Aufgabenfelder zu wecken und ihnen Unterstützung bei der Berufsorientierung zu geben. Er verweist auf den seit 2014 gültigen Lehrplan, nach dem alle Schüler bis zur 10. Klasse im Fach Mathematik unterrichtet werden. In der Abschlussklasse können sie jedoch wählen, ob sie die Prüfung in Mathematik (für technisch-orientierte) oder in Übungsunternehmen (für kaufmännisch-orientierte) ablegen.

Mit der Aussage "Wirtschaftsschüler sind aufgrund ihrer sehr guten kaufmännischen Grundbildung auch im technischen und handwerklichen Bereich beliebt" spricht Koller aus Erfahrung. Wirtschaftliches Wissen hält er für die späteren, weiterführenden Tätigkeiten seiner Schüler für sehr wichtig. Er denkt dabei an Meister, Selbständige und Techniker.
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