Schulverbandsversammlung Eschenbach
"Es wird wieder besser"

Die Zahl der umlagefähigen Schüler sinkt weiter auf insgesamt 183. Im Vorjahr waren es noch 198 Grafik: rn

Trotz Steigerung des Haushalts von 598 000 Euro auf 635 000 Euro bleibt der Pro-Kopf-Betrag der Schulverbandsumlage 2016 unverändert bei 2000 Euro. Grund dafür sind 20 Schüler mit ausländerrechtlichem Status (Asylbewerber), für die eine Erstattung von 30 000 Euro zu Buche schlägt.

Im Sitzungssaal des Rathauses tagte die Schulverbandsversammlung. Kämmerer Karl Stopfer trug die Inhalte des Haushalts 2016 vor. Als größte Ausgaben bezifferte er die Schulhausmiete mit 240 000 Euro, die Schülerbeförderung mit 115 850 Euro und die Personalkosten.

Die Pro-Kopf-Umlage hatte sich von 1475 Euro im Jahr 2013 und 1700 Euro im Jahr 2014 auf 2000 Euro im Jahr 2015 erhöht. Nach den Inhalten des 72-seitigen Zahlenwerks sinkt die Zahl der umlegungsfähigen Schüler von 210 im Jahr 2014 und 198 im Jahr 2015 weiter auf nunmehr 183. Auf Eschenbach entfallen 154 (-8), auf Schlammersdorf 16 (+3), Auf Speinshart, Ortsteil Zettlitz 4 (-2) und auf Vorbach 9 (-8) Schüler.

Schüler der Mittelschule mit Gastschulbeitrag kommen aus dem Schulsprengel Kirchenthumbach (33), aus dem Schulsprengel der Mittelschule am Rauhen Kulm (21), aus dem Schulverband Pressath (5) und aus Grafenwöhr (27). Die Gastschulbeiträge steigen von 113 750 Euro auf 129 000 Euro. Die Zunahme der Fahrschüler von 136 auf 140 wirkt sich auch auf die Beförderungskosten aus. Der Staatszuschuss geht von 71,45 Prozent im Vorjahr auf 65,43 Prozent zurück. Aus der Rücklage werden 27 000 entnommen. Sie sind vorgesehen für die Beschaffung von Mountainbikes, Mobiliar, Beamer, Doku-Kamera, Kühlschrank und ein gebrauchtes Reinigungsfahrzeug. Zur Ermittlung des ungedeckten Bedarfs ging Stopfer von Gesamtausgaben im Verwaltungshaushalt mit 608 000 Euro aus. Diesen stehen Einnahmen von nur 242 000 Euro entgegen.

Der ungedeckte Bedarf teilt sich als Umlagesoll auf die Gemeinden Eschenbach (308 000 Euro), Schlammersdorf (32 000 Euro), Speinshart (8000 Euro) und Vorbach (18 000 Euro) auf. Einstimmig erließ die Verbandsversammlung Haushaltssatzung, Finanzplan, Investitionsprogramm und Stellenplan. Zum Ergebnis der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2014 erklärte Prüfungsleiter und Bürgermeister von Schlammersdorf Gerhard Löckler kurz: "Keine Beanstandungen." Zur Feststellung des Rechenergebnisses mit 610 783 Euro informierte der Kämmerer über ein verbliebenes Guthaben von 19 000 Euro, das den Rücklagen zugeführt wurde. Auf die Frage ob nun die Talsohle der geburtenschwachen Jahrgänge vorbei ist, antwortete Rektor Ottmar Buchmann: "Es wird wieder besser." Zur Situation in Vorbach berichtete Bürgermeister Werner Roder, dass die Offene Ganztagsschule von den Eltern nach anfänglichen leichten Bedenken gut angenommen wird und sich die Finanzierung besser gestaltet als die Mittagsbetreuung.

Er bedauerte Buchmanns Ausscheiden aus dem Schuldienst zum Schuljahresende. Dieser resümierte: "Die Übertrittsquoten sind gut für weiterbildende Schulen." Die Folge sei eine überschaubare fünfte Klasse.
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