Selbstverteidigungskurs für Schülerinnen
Nicht zum Opfer werden

Die Schülerinnen des Gymnasiums Eschenbach wollen für den Ernstfall gewappnet sein. Bild: stg

Gewalt ist heutzutage immer präsent: Schlägereien in den Fußgängerzonen, Pöbeleien unter Gleichaltrigen, Handgreiflichkeiten in zerrütteten Familien. Am Gymnasium Eschenbach Prävention zu betreiben, ist das Ziel des Wahlkurses, der sich an Schülerinnen der 6. bis 8. Klassen richtet.

Die zentrale Frage lautet "Wie kann ich es vermeiden, dass ich zum Opfer werde?" Im Vordergrund steht, das Selbstbewusstsein der Teilnehmer durch Techniken der Selbstverteidigung zu stärken, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden sowie die Wahrnehmung für Konflikte zu schärfen, um ihnen schon im Vorfeld auszuweichen.

Unter Leitung von Studienrätin Andrea Hofmann stellen die Mädchen Konfliktsituationen im Rollenspiel nach. Sie üben die Körpersprache und Signale, die sie durch eine bestimmte Haltung oder Geste ausdrücken, praktisch ein. Die Schülerinnen werden animiert, laut zu werden, sich selbstbewusst zu äußern und energisch aufzutreten.

So lernen die Mädchen ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Sie erproben im Selbstverteidigungskurs die Kraft ihrer Stimme und üben, wirksam "Nein" zu sagen. Außerdem erhalten sie wertvolle Tipps, wie sie Gefahren vermeiden können. Die Schülerinnen üben im Selbstverteidigungskurs ein vielseitig anwendbares Repertoire an Kampf- und Abwehrtechniken ein, die speziell darauf ausgelegt sind, dass sich auch körperlich Schwächere gegen stärkere Angreifer behaupten können. Diese kommen vor allem aus dem Judo und Jiu Jitsu. "Ziel ist jedoch, sie möglichst niemals anwenden zu müssen", sagt Hofmann.
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