Seniorenclub-Fasching
Heiterkeit ist Trumpf

 
Maria Förster, die Leiterin des katholischen Seniorenclubs, hatte als Bäuerin in der Bütt die Lacher auf ihrer Seite.

Krapfen und Leberkäs, "Klopfer" und ein Papstwitz, kleine Gardemädchen und eine Bäuerin in der Bütt: All das vereinte der gemeinsame Fasching von katholischem Seniorenclub und evangelischem Seniorenkreis in sich. Geladen dazu hatten zwei Marias.

Maria Förster und Maria Cronenberg versprachen den Besuchern zu Beginn in Gstanzln einen heiteren und unterhaltsamen Nachmittag, dessen Programm erst nach gut drei Stunden enden sollte. Ihren Segen dazu gaben Pfarrer Thomas Jeschner und Pfarrerin Anne Utz. Mit flotter Musik begleiteten Werner Meier (Gitarre) und Gerd Retzer (Akkordeon) sowie Bruno Priman (Teufelsgeige) das Geschehen im Pfarrsaal.

Bühnen- sowie musikalische und kulinarische Genüsse wechselten sich bei dem fröhlichen Gemeinschaftserlebnis ab. Schon als die Musiker "Ja, wos a echter Bayer is" anstimmten, gab's die ersten Bravo-Rufe. Aus der Senioren-Liedermappe erklang zur Melodie von "Das Wandern ist des Müllers Lust" an: "Schon wieder ist ein Jahr vorbei ..."

Bügeln "für die Katz"


Dann hieß es: Vorhang auf für einen Bügel-Sketch! Der Ehemann (Monika Stopfer) monierte darin heftig, dass die Ehefrau (Maria Götzl) 95 Prozent zuviel bügele und sowieso "alles für die Katz ist", weil das Hemd zum Großteil in der Hose und unter dem Jackett versteckt sei. Als Beweis dafür treten drei Schafkopffreunde auf: Sie legen ihre Jacken ab und stehen mit "Hemden" auf der Bühne, die nur aus Kragen und Bruststück bestehen.

Zu dem Lied "Jedes Jahr ist Karneval" zog die Krümelgarde der Faschingsgesellschaft, vom Beifall der Senioren begleitet, in den Saal. Bravo und Zugabe-Rufe gab es für ihren Auftritt. Die Stimmung im Saal förderten Gerd Retzer und Werner Meier mit mitreißender Musik und kräftigem Gesang. Sie animierten die Besucher zu Schunkelrunden und sparten auch nicht mit Witzen.

Zu einem heftigen Missverständnis zwischen Patient und Krankenschwester führten in einem weiteren Sketch Aussagen wie "Wei geihts uns denn?" oder "Dann nehmen wir ...". Pfarrerin Anne Utz, die dem Helferkreis des Seniorenclubs für Vorbereitung und Gestaltung des Seniorenfaschings dankte, gab eine überaus erheiternde Geschichte mit Polizei, Papst, dessen Chauffeur und dem Herrgott als Protagonisten zum Besten.

Einen Höhepunkt des Nachmittags setzte Maria Förster als Bäuerin in der Bütt. Thema im Gespräch mit Nachbarin Elfriede waren unter anderem der verstorbene Girgl. Ob der wohl bis zum Schluss noch geistig voll auf der Höhe war? "Des woas i no niard, weil's Testament wird erst nächste Wocha eröffnet", lautete die Antwort. Und Elfriede erzählte von ihrem Mann, der sich nach fettem Essen und Schnaps vor Schmerzen im Bett wälzte - Gallenkolik. Als daher der Pfarrer zur letzten Ölung kommen sollte, habe der Jackl nur geschrieen: "Um Gottswülln, bloß niad scho wieder a Fett!"

Gstanzln und Gratulationen


Die Bäuerin berichtete auch von ihrer Tochter, bei der der Arzt eine Schwangerschaft feststellte - und eine Bescheinigung darüber ausschreiben sollte: "Meine Eltern san in der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung. Des Baby is a Betriebsunfall. Des is beim Dreschen passiert."

Nach heiteren Gstanzln und den Glückwünschen an die Jubilare sang die große Seniorengemeinschaft nach "Mein Vater war ein Wandersmann" begeistert: "Es war doch heute wieder schön."
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