Seniorenclub: Hans Rupprecht berichtet vom Nagaland und seiner Arbeit dort
Einfaches Leben, prächtige Folklore

Maria Rupprecht, die Leiterin des Seniorenclubs, fühlte sich in einem Naga-Winterumhang sichtlich wohl. Sie bedankte sich im Namen aller Zuhörer bei Hans Rupprecht für seinen außerordentlich interessanten Vortrag über das Nagaland, an den Ausläufern des Himalaya gelegen, und die dort lebenden Zubza sowie die Projekte für sie. Der Eschenbacher Weltreisende war bereits zwei Mal als Entwicklungshelfer in Indien. Bild: rn

Ins Nagaland, in dem vor einem halben Jahrhundert noch Kopfjäger unterwegs waren, entführte Hans Rupprecht den Seniorenkreis. In der warmen Stube des Pfarrheimes mag so manchem ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen sein, als er Bilder aus Zubza sah, wo zur Zeit der Wind bei Nachttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt durch einfachste Bambushütten pfeift und nur auf dem Lehmboden geschlafen wird.

Mit vielen aussagekräftigen Bildern vermittelte der ehemalige Berufssoldat viel Interessantes aus der Region im äußersten Nordosten des indischen Subkontinents. Rupprecht hat bereits zwei längere Aufenthalte als Entwicklungshelfer hinter sich, die ihm bei den dortigen Salesianern Don Boscos und deren Schule den Namen "German Hans" einbrachten.

Die zahlreich erschienenen Senioren hörten und sahen viel über Landschaft, Leben und Sitten der in Zubza lebenden Naga. Der Referent verstand es, dem einfachen bis ärmlichen Leben die farbenprächtige Folklore gegenüberzustellen. Geradezu mitgenommen reagierten die Zuhörer auf die primitive Lebensweise und die hygienischen Zustände im Land. Positiv überrascht zeigten sie sich gegenüber dem, was das ökumenische Projekt "Hand in Hand fürs Nagaland" bereits geleistet hat und noch anstrebt.

Rupprecht verbesserte den Acker- und Maisanbau und schuf eine Wasseraufbereitungsanlage sowie den "Children's Park Eschenbach" für die 600 Kinder der Don-Bosco-Schule. Erstaunte Gesichter gab es, als er von seinen Eigenleistungen wie den Auslagen für Flug, Visa und Impfungen sprach. Er musste viele Fragen beantworten und freute sich über die sehr gut angenommene Möglichkeit, durch Messstipendien die Ausbildung des dortigen Priesternachwuchs zu fördern.

Erfreut zeigte sich der Entwicklungshelfer auch darüber, dass die kreisende Spendendose bis an den Rand voll war. Er dankte zudem allen, die die Spendendosen in Banken und Geschäften füllen und verwies auf die Möglichkeit, bei ihm, im Birschlingweg 4, Messstipendien aufzugeben.
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