Seniorengemeinschaft Generation Hand in Hand
"Wir organisieren Hilfe für Ältere"

Vorsitzende Monika Stopfer (links) bedankte sich mit Blumen bei Elisabeth Gottsche für ihren Vortrag. Bild: rn

"Wir sind kein Notfalldienst, unsere Dienste sind planbar." Das Konzept der im November vergangen Jahres gegründeten Selbsthilfegemeinschaft stellte Elisabeth Gottsche, Koordinatorin der Seniorengemeinschaft Generationen Hand in Hand (GeHiH), bei der Frühstückveranstaltung des Katholischen Frauenbundes vor.

Mit ihrer Aussage "Wir organisieren Hilfe für Ältere und nutzen dabei gleichzeitig das Potenzial älterer Menschen" stieß sie im Pfarrheim auf großes Interesse. Als Beispiel dieses erfolgreichen Modells nannte sie die Seniorengemeinschaft Kronach mit mehr als 700 Mitgliedern. Gottsche machte den Unterschied von Nachbarschaftshilfe und den Leistungen von GeHiH erkennbar, deren Ziel es ist, möglichst lange im gewohnten Umfeld leben zu können.

In der Inanspruchnahme der Dienste der Selbsthilfegemeinschaft sah die vielseitig ausgebildete Koordinatorin, Einzelhandelskauffrau, Altenpflegerin und Sozialwirtin eine "saubere Sache". Denn der Hilfesuchende gebe dem Verein pro Stunde einen festen Betrag von acht Euro, wodurch neben der peinlichen Frage "Was soll ich geben?" die peinliche Antwort vermieden werde. "Passt schon, ich will nichts." Sie räumte ein, dass die Zeit vor einem Heimbedarf oft als Grauzone angesehen wird. In den Angeboten und Möglichkeiten von GeHiH sieht Gottsche ein Instrument, älteren Menschen Angst zu nehmen. Ganz im Sinne gegenseitiger Hilfe rief sie dazu auf "Mitglied zu werden solange man noch fit ist".

Als Beispiele typischer Leistungen der Selbsthilfegemeinschaft nannte sie unter anderem handwerkliche Kleinarbeiten, Hilfen nach Rückkehr von Klinikaufenthalten, Grabpflege und vorübergehende Versorgung und Pflege von Haustieren. Zur Pflege der Kontakte unter den Mitgliedern kündigte die Koordinatorin Mitgliedertreffen an.

Sie informierte über das System der Abrechnung und den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 30 Euro beziehungsweise 45 Euro bei Ehepaaren oder Lebensgemeinschaften. "Unsere Helfer sind unfall-, haftpflicht- und kaskoversichert", versicherte Gottsche. Für persönlichen Gesprächbedarf verwies sie auf ihre Sprechzeiten im ehemaligen Landratsamt: dienstags von 15 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr. Telefonisch ist sie unter der Nummer 09645/9178213 erreichbar.
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Evelin Lehnert aus Brand | 16.06.2016 | 17:43  
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