Seniorengemeinschaft Hand in Hand
Gemeinsam durch den Alltag

Erna Völkls (von rechts) grünes Paradies in Oberbibrach macht eine ganze Menge Arbeit. Christian Schmid hilft dabei, dies zu erledigen. Darüber freut sich auch GeHiH-Koordinatorin Elisabeth Gottsche, genauso ist das Konzept des Vereins gedacht. Bild: rn

Die Mitglieder werden mehr, die Kooperation von Jung und Alt läuft an: Die Seniorengemeinschaft Generationen Hand in Hand "GeHiH" nimmt Fahrt auf. Studentinnen putzen bei älteren Bürgern Fenster, andere begleiten sie beim Einkaufen oder zu Arztbesuchen.

Engagement zeigt auch Christian Schmid. Der Schlammersdorfer Gemeinderat war bereits in der Planungsphase überzeugt von dem Konzept der Seniorengemeinschaft. Bei der Gründungsversammlung am 18. November 2015 trat er dem Verein als einer der ersten Mitglieder bei. Koordinatorin Elisabeth Gottsche vermittelte den jungen Mann an Erna Völkl.

Der verwitweten Oberbibracherin fällt es zunehmend schwerer, ihren Garten in Schuss zu halten. Schmid übernahm nicht nur die ersten Frühjahrsarbeiten an den Beeten. Wegen des vielen Regens der letzten Wochen wuchs das Gras ständig. Schmidt hatte deshalb mit dem Rasenmähen einiges zu tun. Für Völkl bedeutet die Hilfe des jungen Mannes, dass ihr Alltag abgesichert ist, das Haus und dessen Umfeld bleiben in Schuss. In die Absprachen der Arbeitseinsätze ist stets auch die GeHiH-Geschäftsstelle im ehemaligen Landratsamt eingebunden.

Koordinatorin Elisabeth Gottsche überzeugte sich nun in Oberbibrach davon, dass das Zusammenspiel tatsächlich funktioniert. Der Einsatz Schmids sei vorbildlich, befand Gottsche. Sie würde sich wünschen, dass mehr junge Menschen dem Beispiel folgen, älteren Menschen dabei helfen, länger im eigenen Heim zu leben, und dabei gleichzeitig für die eigene Zukunft vorzusorgen. Hintergrund

Fördergeld aus MünchenGute Nachricht für den Verein Generationen Hand in Hand (GeHiH) kommt auch aus München:"Ich freue mich, dass die Seniorengemeinschaft Generationen Hand in Hand im westlichen Landkreis Neustadt/WN eine Seniorengenossenschaft aufbaut und ich den Verein mit 30 000 Euro unterstützen kann", vermeldet Bayerns Sozialministerin Emilia Müller.

"Genossenschaften erleben aktuell einen Boom. Sie gewinnen immer mehr an Bedeutung", berichtet Müller zum Hintergrund der Fördermittel.

Das Sozialministerium fördere bayernweit den Auf- und Ausbau von Seniorengenossenschaften mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 30 000 Euro für drei Jahre pro Seniorengenossenschaft. Darüber hinaus unterstützt der vom Sozialministerium herausgegebene Wegweiser diese Entwicklung.
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