Sicherheitstraining mit ADAC-Experten am Sonderpädagogischen Förderzentrum
„Berauschender“ Unterricht

Sicherheitstraining stand bei den Siebt- bis Neuntklässlern des Sonderpädagogischen Förderzentrums auf dem Stundenplan. Dabei ging es vor allem um die Gefahren von Fahrten unter Alkoholeinfluss. Unter anderem absolvierten die Schüler mit Rauschbrillen, die die Folgen von 0,5 und 1,3 Promille Alkohol im Blut simulierten, einen Hindernis-Parcours - was sich als gar nicht so einfach erwies. Bild: do

Bereits geringe Mengen Alkohol im Blut beeinflussen Fahrtüchtigkeit und Verhalten am Steuer. Vor allem jugendliche Kraftfahrer - die zudem zu hoher Risikobereitschaft neigen - schätzen dies falsch ein, weiß der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC). Das Ausprobieren der eigenen Grenzen steht oft im Vordergrund, dazu kommt die geringe Fahrpraxis. Hier setzt das Verkehrssicherheitsprogramm des ADAC Nordbayern an. Seine Mitarbeiter waren damit im Zuge der schulischen Verkehrserziehung am Sonderpädagogischen Förderzentrum zu Gast.

"Nur wer selbst sieht, wie sich Fehler auswirken können, wird sich künftig vorsichtiger verhalten", betonte Uwe Hauber, praktizierender Fahrlehrer und ADAC-Moderator, vor den Schülern der siebten bis neunten Klassen. Für einige der jungen Leute waren die Informationen von hoher Aktualität: Sie sind auf dem Sprung zum Erwerb des ersten Führerscheins.

Beeinträchtigung der Sinne


In Anwesenheit von Rektor Andreas Demleitner und Klassenlehrer Tilman Humbser simulierten der ADAC-Experte und Theo Tschirschnitz, Vorsitzender des AC Kirchenthumbach, Gefahrensituationen und die Auswirkungen von fehlerhaftem Verhalten am Steuer. Insbesondere das Bremsen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und die Sinnesbeeinträchtigung durch Alkohol waren Themen des Informationstags. Uwe Hauber schilderte die Reaktionen nach Alkoholgenuss - von guter Laune bis zum Filmriss. Eine "berauschende" Verkehrsteilnahme sowie die Gefahren bei Alkoholfahrten gehörten ebenfalls zum spannenden Übungsfeld des Unterrichtstags. Vor allem das Absolvieren des in der Aula der Schule eingerichteten Laufparcours und Tests in unterschiedlichen Verkehrssituationen führten den Teilnehmern am Sicherheitstraining die Gefahrenquellen im Straßenverkehr vor Augen.

Die Phänomene des Gleichgewichtsverlusts und des sogenannten Doppelsehens zeigten die ADAC-Experten anhand des Einsatzes spezieller Rauschbrillen auf. Ausnahmslos durften die jungen Leute damit die Folgen von Trunkenheits-Fahrten zwischen 0,5 und 1,3 Promille Alkoholmenge im Blut testen.
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