SPD-Vorsitzender hat schon Kommunalwahl 2020 im Blick
„Schwere Aufgabe“

Vom Politischen Ascherfreitag über die Ausrichtung der Ausbildungsmesse bis hin zur Mitgestaltung des Ferienprogrammes reichen die Aktivitäten des SPD-Ortsvereins. In der Jahreshauptversammlung (wir berichteten) gab Vorsitzender Thomas Ott einen Rechenschaftsbericht über zwei Jahre rotes Polit- und Vereinsgeschehen.

"Auch wenn wir nicht so viel Wind machen wie unsere schwarzen Brüder, so passiert in unserem kleinen Ortsverein doch einiges", zeigte sich Ott überzeugt. Seine Chronologie begann er mit den Silvesterbesuchen, ehe er den Politischen Ascherfreitag, das Ferienprogramm Frühling und Sommer sowie die Ausbildungsmessen 2015 in Pressath und 2016 in Eschenbach ansprach. Letzteren bescheinigte Ott eine überaus große Resonanz: "Bei beiden Veranstaltungen stellten sich den jeweils gut 700 Messebesuchern nahezu 40 Betriebe vor."

Außerdem ging er auf die Blumenaktion zum Muttertag, das Weinfest im Malzhaus sowie die Teilnahme an Stadtmeisterschaften im Kegeln, Bürgerfesten mit Stadtmeisterschaften im Blasrohrschießen und Weihnachtsmärkten ein. Eine bessere Beteiligung hatte sich der Vorsitzende beim Herbstpreisschafkopf 2015 erwartet. Für die nächste Veranstaltung dieser Art kündigte er eine vermehrte Werbung an.

Einer Laudatio glich sein Nachruf auf den im August 2016 verstorbenen langjährigen Schatzmeister Helmut Liers. Ott beschrieb ihn als "Kassier mit Leib und Seele, gewissenhaft, pflichtbewusst, akribisch, aber auch menschlich". Aufgrund Liers' guter Arbeit stehe "unser kleiner Ortsverein mit gesunden Finanzen da".

Der Träger der Willy-Brand-Medaille sei ein "echter Sozialdemokrat" gewesen, "der die Eschenbacher SPD auch schon in Zeiten unterstützte, in der diese noch wenig zu sagen hatte". Dank sagte der Vorsitzende Sandra Winkler, die ohne Zögern die Aufgaben der Kassenverwalterin übernahm.

"Wir haben in den nächsten Jahren eine verdammt schwere Aufgabe zu meistern: Wir müssen Peters (Bürgermeister Lehr) Amt verteidigen, damit wir nicht wieder auf Jahre oder Jahrzehnte in der Bedeutungslosigkeit versinken", stellte Ott nach den Wahlen (wir berichteten) klar. Er appellierte an seine Genossen, wachsam und unbequem zu bleiben und gegen den Strom zu schwimmen. Als Zeichen der Anerkennung für die engagierte Mitarbeit in den vergangenen Jahren überreichte der Vorsitzende Margot Brosch, Karolina Forster, Gisela Kirchmann und Sandra Winkler Blumen.

Lärmschutz"Glückwunsch! Hut ab, was ihr in allen Bereichen für Eschenbach geschaffen habt." Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch gratulierte dem SPD-Ortsverein zu dessen vielfältigen Aktivitäten und Initiativen. Der in Berlin erfolglos gebliebene Versuch, einen Lärmschutz entlang der B 470 zu erwirken, solle noch nicht das Aus bedeuten. "Wir werden noch lange für einen Lärmschutz kämpfen", versicherte Grötsch.

Dann ging er auf die Nominierung von Frank Walter Steinmeier für die Wahl zum Bundespräsidenten, die Europapolitik und die Große Koalition ein. Der Abgeordnete wertete es als gefährlich, wenn die politischen Ränder in Deutschland stärker werden. "Es braucht in der Politik zwei starke Pole", sagte er daher. Und diese müssten auf den ersten Blick zu unterscheiden sein. (rn)
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