Sportangelverein Eschenbach beklagt erheblichen wirtschaftlichen Schaden durch Einfall ganzer ...
Bei Kormoranen hört für Angler der Spaß auf

Martin Schusser und Günter Ring führen "das Schiff Sportangler" weiterhin durch ruhige Gewässer. Sorgen bereiten dem Verein nur Kormoranschwärme, die in seine Besatzweiher einfallen und dort große Beute machen.

Das Geschehen im Sportangelverein hielt sich seit der Herbstversammlung im Rahmen. Entsprechend kurz fiel in der Jahreshauptversammlung der Rückblick von Vorsitzendem Martin Schusser aus. Er berichtete von verschiedenen Vorlaufaktivitäten für die Angelsaison 2016 und vom Vorbereitungslehrgang für die Fischerprüfung, die 23 Teilnehmer absolvierten. Schusser dankte dabei "Lehrgangspapst" Walter Erhard für seine unermüdliche Ausbildung des Nachwuchses. Bei genügender Beteiligung sicherte Erhard eine Neuauflage des Kurses zu.

Erfreut zeigte sich der Vorsitzende, dass in den Winterquartieren noch keine Winterschäden aufgetreten sind. Er wertete dies als Zeichen für eine "gute Kondition" der Fische. "Wenn allerdings bis zu 40 Kormorane an einem Weiher Jagd auf Fische machen, dann ist der Spaß vorbei", sagte er mit deutlichem Missmut und beklagte einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden dadurch. Den regelmäßigen Besatz von "Nischenfischen", die sich ohnehin nicht zum Angeln eignen, bezeichnete er als Beitrag zur Belebung von Natur und Gewässern.

Einen deutlichen Verlust meldete kommentarlos Kassier Richard Götz. Sein Zahlenwerk enthielt jedoch erhebliche Kosten für das Abfischen des Rußweihers im vergangenen Oktober und 15 800 Euro für Besatzmaßnahmen.

"Für unsere zehn- bis zwölfjährigen Jugendlichen hielten wir zwölf Gruppenstunden im Vereinsheim und an den Gewässern ab", teilte Jugendleiter Stefan Üblacker mit. Als weitere Aktivitäten des Nachwuchses hob er hervor: die Teilnahme am Fischerfest in Tremmersdorf, an Pflege- und Besatzmaßnahmen, am Schnupperangeln in den Ferien in Eschenbach und Tremmersdorf, an überörtlichen Angelveranstaltungen und am Abfischen des Rußweihers.

Auch dem Bezirkskönigsfischen am Rußweiher mit 80 Teilnehmern aus neun Vereinen maß Üblacker einen hohen Stellenwert im Gruppenleben bei. Er bedauerte, dass die Gastgeber nicht auf den vorderen Plätzen mitmischen konnten.

Dritter Bürgermeister Klaus Lehl erkannte in den zahlreichen Arbeitsstunden der Mitglieder Beiträge und Leistungen für Natur und Umweltschutz, die auch der Stadt zugute kämen. "Wir sind als Geschäftspartner des Vereins mit euerer Arbeit sehr zufrieden", bescheinigte er. Naturschutzpflege verbinde sich mit Fachwissen, sagte Dieter Kies, der Vorsitzende des Stadtverbands, über den Angelsport. Er und Lehl übergaben jeweils gut verpacktes "Fischfutter" für die Jugendgruppe.

Florian Schusser neuer JugendleiterGroße Einmütigkeit herrschte bei den Neuwahlen unter den Petrijüngern. Martin Schusser und Günter Ring wurden als Vorsitzende ebenso bestätigt wie Kassier Richard Götz und sein Stellvertreter Herbert Klarner sowie Schriftführer Kurt Seidler und sein Stellvertreter Jürgen Edl.

Die Aufgaben des Jugendleiters übernahm nach dem plötzlichen Tod von Winfried Fröhlich Florian Schusser. Stefan Üblacker steht weiterhin für die Jugendbetreuung zur Verfügung. Erhalten bleibt das Trio der Gewässerwarte Ralf Schlottke, Richard Göppl und Stefan Eibl.

Für die Wartung der Geräte bleiben Gerhard Gradl und Wolfgang Hann zuständig. Den Hallenwarten Elke Schusser und Rita Pemp wurde Peter Sloot zur Seite gestellt. Uwe Schertel ist neuer Obmann der Fischereiaufseher. Zudem wurden fünf Beisitzer und zwei Revisoren bestimmt. (rn)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.