Stadt Eschenbach ergänzt kommunales Förderprogramm um Geschäftsflächenprogramm
Geschäfte und Lokale im Blick

Das neue Geschäftsflächenprogramm fördert Modernisierungs- und Gestaltungsmaßnahmen an Einzelhandels- und Gastronomieflächen. Ziel ist es, Leerständen in Innenstädten entgegenzuwirken - wie am Eschenbacher Marienplatz. Bild: rn

Vorrangiges Ziel ist es, Leerständen in der Altstadt entgegenzuwirken: Der Stadtrat hat das kommunale Förderprogramm um ein Geschäftsflächenprogramm ergänzt. Verbunden damit ist die Erhöhung der Fördermittel von 25 000 Euro auf insgesamt 37 500 Euro pro Maßnahme.

Im Zuge der Stadtsanierung fördert die Kommune seit 20 Jahren private Maßnahmen zur Fassaden- und Umfeldgestaltung in den Sanierungsgebieten I (Altstadt und Bereiche östlich der Grafenwöhrer und der Pressather Straße) und II (Scheunenviertel und ehemaliges Lagerhausgelände). Dadurch soll die städtebauliche Entwicklung unter Berücksichtigung des typischen Stadtbildes und denkmalpflegerischer Gesichtspunkte unterstützt werden. "Die Stadt will damit Impulse für private Sanierungsmaßnahmen als Ergänzung zu den öffentlichen Maßnahmen setzen", erklärte Bürgermeister Peter Lehr in der Stadtratssitzung am Donnerstag und sprach von Erfolgen vergangener Jahre.

Dann informierte er über Angebote der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren und der Regierung der Oberpfalz, ergänzend dazu im Zuge der Stadterneuerung Geschäftsflächenprogramme aufzulegen. Damit könne die Beseitigung von baulichen Missständen und Mängeln an Verkaufsflächen, Geschäftsräumen und sonstigen Ladenlokalen gefördert werden.

Stadtkerne stärken


Ziel sei es, diese "wieder attraktiv und heutigen Standards entsprechend zu gestalten und damit Leerstände zu beseitigen beziehungsweise künftige Leerstände zu vermeiden". Die Stadtkerne in ihrer zentralen Versorgungsfunktion sollten so gestärkt werden.

"Die Festlegungen des kommunalen Förderprogrammes selbst sind unverändert geblieben, jedoch wurden die Fördersummen erhöht", erläuterte Architekt Klaus Stiefler die Änderungen. In zwei Besprechungen bei der Regierung der Oberpfalz im September und Februar seien die beiden Programme abgesegnet worden.

Mindestens sechs Monate


Neu aufgenommen in die Satzung wurde unter "Ziel und Zweck" der Passus: "Das Geschäftsflächenprogramm dient dazu, das Erscheinungsbild von Ladenlokalen, Verkaufsflächen und Geschäftsräumen zu verbessern. Es soll den Einzelhandel, die Gastronomie und den Dienstleistungsbereich im Sanierungsgebiet I Altstadt stärken und die zentrale Versorgungsfunktion sichern und weiter ausbauen. Leerstände im Erdgeschoss sollen einer neuen Nutzung zugeführt werden." Voraussetzung für eine Förderung sei dabei ein Leerstand von mindestens sechs Monaten - laut Stiefler eine "Randbedingung der Regierung".

Auf Nachfrage von Marcus Gradl (CSU) erklärte er, dass das Förderprogramm auch die Umwandlung von Geschäfts- in Wohnflächen ermögliche. Fritz Betzl (SPD) und Hans Bscherer (FW) begrüßten ebenfalls das neue Programm und sahen darin einen richtigen Weg. Der Stadtrat nahm Aktualisierung und Ergänzung schließlich einstimmig an. Damit hat sich ein Antrag der CSU/ÜCW-Fraktion vom 27. Januar 2015 zum "Auflegen eines kommunalen Förderprogrammes" erledigt. (Hintergrund)
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