Stadtpfarrer Thomas Jeschner: "Fronleichnam eine Demonstration der Gemeinschaft"
Mutig den Glauben bekennen

Im Mittelpunkt der feierlichen Fronleichnamsprozession stand die Monstranz mit der Hostie als Zeichen der leiblichen Gegenwart Jesu Christi in Brot und Wein. In Eschenbach wurde sie an vier Altären verehrt. Bild: do

Mit einer farbenprächtigen Prozession durch die festlich geschmückte Eschenbacher Altstadt feierten viele hundert Gläubige Fronleichnam. Das bunte Bild des Zuges prägten der "Himmel" mit Allerheiligsten darunter sowie die Erstkommunion- und Kindergartenkinder, viele von ihnen mit Blumensträußchen in den Händen.

An der feierlichen Prozession nahmen traditionell auch die Bürgermeister und Stadträte teil. Zu den Traditionen gehört auch die Beteiligung der Fahnenabordnungen der Vereine. Diese sind in den vergangenen Jahren allerdings eher ausgeblieben. Neben den Fahnen der kirchlichen Vereine zeigte sich auch diesmal nur die Feuerwehr gewohnt präsent.

Brauchtum ist auch der Aufbau von vier Altären. "Gott zur Ehr" errichtet die Familie Schmidt vor ihrem Geschäftshaus den schon fast historischen Fronleichnamsaltar mit der Überschrift "Hochgelobet und gebenedeit ohne End, sei das heiligste Sakrament".

Für die weiteren Altäre zeichnete an der Bergkirche der Pfarrgemeinderat, am Rathaus der Katholische Männerverein und auf dem Kirchplatz der Katholische Frauenbund verantwortlich. Ins Auge fielen dabei die prächtigen Blumenteppiche des Frauenbundes und der Ministranten. Auch die musikalische Begleitung war vom Allerfeinsten: Stadtkapelle und der Chor der Pfarrei "jubilierten" zum Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi, wie das Fest der Heiligen Eucharistie offiziell heißt.

Schon vor der feierlichen Prozession hatte Stadtpfarrer und Dekan Thomas Jeschner beim Festgottesdienst die Gläubigen unter dem Motto des Deutschen Katholikentages in Leipzig - "Seht, da ist der Mensch" - auf Fronleichnam und das Geheimnis der Eucharistie eingestimmt.

Der Seelsorger empfahl, diesen Leitgedanken als richtungsweisenden Wegweiser zu betrachten, den Blick zu Gott zu richten und mutig den Glauben zu bekennen. "Das Fronleichnamsfest ist eine Demonstration der Gemeinschaft", betonte er des Weiteren. Daraus Hoffnung für den "Mittelpunkt Mensch" zu schöpfen und damit für eine gerechtere Welt einzutreten, gehöre zu den Signalen von Fronleichnam, erklärte Stadtpfarrer Thomas Jeschner.
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