Stadtrat auf Ortstermin im Gewerbegebiet "Am Stadtwald"
Industriestraße reif für Sanierung

Risse in der Fahrbahn, kaputte Kanaldeckel: In der Industriestraße im Gewerbegebiet "Am Stadtwald" sind andauernd Reparaturen erforderlich. Die Stadträte besahen sich die Schadstellen, um einen Eindruck von der Notwendigkeit der nach der Erweiterung geplanten Straßensanierung zu bekommen. Bild: rn

Die Erweiterung des Gewerbegebiets "Am Stadtwald" wirft ihre Schatten voraus. Die Industriestraße, eine der Zubringerstraßen, war deshalb das Ziel bei einem Außentermin des Stadtrats. "Hier müssen wir bis in zwei Jahren tätig werden", kündigte Bürgermeister Peter Lehr an.

Er verwies auf die bereits jetzt erkennbaren Mängel und Schwachstellen an der Fahrbahn, die sich nach Abschluss der Erschließungsarbeiten noch verstärkt zeigen werden. "Die Straße ist in die Jahre gekommen", urteilte Bauhofleiter Norbert Braun. Dieser Aussage schlossen sich die Stadträte nach prüfenden Blicken an. Braun sprach von einem jährlich erforderlichen Ausgießen der Risse und Arbeiten an den Kanaldeckeln. "Wir haben heuer bereits fünf neue Kanaldeckel gesetzt", informierte er die Runde.

Der Bauhofleiter hielt es für erforderlich, nach vier Jahrzehnten für das Abfräsen und das Auftragen einer neuen Bitumenschicht "200 000 bis 300 000 Euro in die Hand zu nehmen". Dann könne die Straße noch 20 bis 30 Jahre erhalten werden. Die Maßnahme sollte jedoch in zwei Jahren angegangen werden, wenn der für die Erweiterung des Gewerbegebiets zu erwartende Schwerverkehr beendet ist. Bei einem Hinausschieben der Instandsetzungsmaßnahmen sah er noch höhere Kosten auf die Stadt zukommen.

Kritische Worte fand Braun zum Kanal im Gewerbegebiet "Am Stadtwald". "Einige Einläufe sind nicht angeschlossen", berichtete er und mahnte: "Der Kanal hat fast kein Gefälle." Der Bauhofleiter sprach von teilweisen Planungsfehlern.

Stolz auf die in dem Gebiet angesiedelten Gewerbebetriebe und Unternehmen zeigte sich Bürgermeister Peter Lehr. Diese seien nicht nur Steuerzahler, sondern auch verantwortlich für eine niedrige Arbeitslosenquote.

Im Anschluss unternahmen die Räte einen Gang in das für die Erweiterung ausgewiesene Waldgebiet nördlich der Firmen Elma und Jäger - der entsprechende Bebauungsplan ist bereits seit 3. Februar 1999 rechtskräftig. Revierförster Martin Gottsche informierte dort über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Dabei geht es insbesondere um den Schutz von Fledermäusen, Zauneidechsen und Biotopbäumen (Bericht folgt ).

Ortsumgehung: "Vor eigener Haustüre kehren"Kritische Worte zum Leserbrief eines Grafenwöhrer Stadt- und Kreisrats zur Ortsumgehung Eschenbach-Ost (erschienen am 9. November), die das Staatliche Bauamt erstmals im April 2004 vorgestellt hat, fand Bürgermeister Peter Lehr beim Ortstermin des Stadtrats im Industriegebiet. An den Grafenwöhrer CSU-Vorsitzenden gewandt erklärte er: "Wir haben noch Besen im Bauhof vorrätig, mit denen er vor der eigenen Haustüre kehren kann." (rn)
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