Tag des Hundes
Leo kennt nur einen Chef

Egal ob Gewächshaus oder Außengelände: Mischling Leo begleitet Hubert Schug auf Schritt und Tritt. Bild: ehi

Die Beziehung zwischen Apotheker Hubert Schug und seinem Hund Leo zu beschreiben, fällt nicht schwer. "Wie der Herr, so's Gscherr", erklärt seine Frau Susanne. Anlässlich des Tages des Hundes am 5. Juni erzählen die Schugs von ihrem Alltag mit Leo.

Ihr Mann habe noch nie einen Hund gehabt, der charakterlich so gut passe, erklärt Susanne Schug. Gleichzeitig sei Hubert Schug der einzige, den der zweijährige Leo als Chef anerkennt und dem er vollkommen gehorcht. Liegt der Hund neben seinem Herrchen, ist er handzahm - lässt alles mit sich machen. Schug krault ihm den Bauch und streichelt ihn an den Hinterbeinen. "Er kann aber auch anders", berichtet der Apotheker. "Entweder er mag einen Menschen oder eben nicht." Es gibt kein "dazwischen".

Leo ist in Eschenbach bekannt, kein Vertreter traut sich mehr, bei den Schugs zu klingeln. Dabei tut der Mischling eigentlich nichts. Passiert sei nie etwas. Auch mit den anderen Tieren der Schugs - Enten, zwei Katzen und einem weiteren Hund - kommt Leo gut aus. Selbst die Hühner lässt er in Ruhe - dabei ist Hühnchen sein Leibgericht. Mit den Eseln spielt er fangen. "Die haben einen riesigen Spaß." Auch die Katze auf dem Firmengelände jagt Leo regelmäßig zum Spaß eine Runde durch die Scheune. "Danach fressen beide gemeinsam aus dem Futternapf."

Das Herrchen kann sich mit Katzen nicht anfreunden. "Die sind mir zu selbstständig und machen nicht, was ich will." Katzen würden weniger Kontakt zum Menschen suchen. Es mache ihnen nichts aus, wenn ihr Besitzer ein paar Tage verreise. "Leo dreht durch vor Freude, wenn ich nur einen Tag weg war."

Angefangen hat alles im Herbst 2014 im Tierheim Weiden, wo der Apotheker den damals 15 Wochen alten Mischling das erste Mal sah. Mit zwei weiteren Hunden war er nahe der tschechischen Grenze ausgesetzt worden. "Wir sind damals von einem Dobermann-Mischling ausgegangen", erklärt Schug, der schon immer ein Freund großer Hunde war. Aus diesem Grund ist auch der zweite Hund der Familie - ein schwarzer Jack-Russell-Mischling - für Hubert Schug wegen dessen Größe ein "Haustier", erzählt er schmunzelnd.

Der Welpe zog bei der Familie ein. Die Vorhersage der Dobermannmischung erfüllte sich allerdings nicht. Was Leo nun genau ist, sei nicht klar, betont Schug. Möglicherweise ist er ein Bracke oder ein Transsilvanischer Hirtenhund. "Leo ist ein hochintelligentes Kerlchen." Als er noch jünger war, habe er zum Beispiel alles versteckt, was rum lag - regelmäßig auch die Autoschlüssel. Mittlerweile liebt er das Autofahren. Kaum geht die Tür auf, springt Leo in den Fußraum.

"Leo ist überall dabei", erzählt Schug. Egal, ob morgens beim Füttern der anderen Tiere oder bei Arbeiten im Außenbereich des Firmengeländes. "Er braucht die Bewegung und ist ständig aktiv." Für zwei bis drei Kilometer schafft er eine Geschwindigkeit von 40 Kilometer pro Stunde.

Ruhig wird der zweijährige Rüde erst abends. Dann verzieht er sich sofort auf seinen Platz und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. "Der hebt nicht einmal den Kopf." Genau wie Hubert Schug wird er sogar manchmal zum Langschläfer - zumindest für seine Verhältnisse. So kann es sonntags schon mal passieren, dass Hund und Herrchen bis 8 oder 8.30 Uhr schlafen.
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