Tagesbeste bei der Frühjahrsprüfung des Vereins für Deutsche Schäferhunde erzielt 273 von 300 ...
Eine "unglaubliche" Leistung

Sechs machten den "Hundeführerschein", neun unterzogen sich der Begleithundeprüfung: Viel los war bei der Frühjahrsprüfung auf dem Gelände des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Zur Tagessiegerin kürte Leistungsrichter Maximilian Seidl (Vierter von rechts) Magdalena Laby (Elfte von links) mit "Aura von den Unglaublichen". Bild: rn

Aus Amberg, Freihung, Vilseck und Weiden kamen die Hundefreunde zum Treffen mit den "Hunderern" der Rußweiherstadt. Anlass war die Frühjahrsprüfung beim Verein für Deutsche Schäferhunde. Mit 273 von 300 möglichen Punkten, und damit der Note "sehr gut", war "Aura von den Unglaublichen" von Magdalena Laby Tagesbeste.

"Anouk von Mount Cook", "Hanka vom Trompetensprung", "Delia vom Gneisenauer Schloß", "Cobra vom Pegnitzgrund": Hunde mit phantasievollen Namen gaben sich beim Vereinsheim des Schäferhundevereins ein Stelldichein. Insgesamt 13 Hunde und ihre Besitzer stellten sich den prüfenden Blicken von Maximilian Seidl. Der Prüfungsrichter aus Burglengenfeld ist bei den Hundefreunden der Rußweiherstadt seit Jahren ein gerngesehener Gast.

Leistungsprüfungen haben bei ihnen eine lange Tradition. Sie sind zugleich Nachweise für eine artgerechte Ausbildungs- und Erziehungsarbeit. "Das Züchten einer Hunderasse heißt nicht einfach vermehren, sondern bedeutet, verantwortungsbewusst und zielstrebig an der Weiterentwicklung einer Hunderasse mitzuwirken. Züchten sollte nicht aus einer Laune oder aus kommerziellen Gründen betrieben werden", merkt Vorsitzender Manfred Kausler dazu an. Es handle sich vielmehr um ein sowohl zeitaufwendiges als auch finanziell belastendes Hobby, das neben einer Reihe von Rahmenbedingungen und der Liebe zum Tier vor allem umfangreiches Wissen, klare Zielvorstellungen und sehr viel Erfahrung voraussetze.

Wissen hatten sechs Hundeführer oder angehende Hundeführer zu beweisen, die sich dem Sachkundenachweis in Theorie - dem "Hundeführerschein" - stellten. Der Härtetest begann mit Fährtenarbeit auf Wiesen und Äckern der Tremmersdorfer Flur. Vielseitigkeit war gefordert, als sich Hund und Führer einem zusätzlichen zweiteiligen Test unterzogen: Unterordnung und Schutzdienst.

Zu den Prüfungskriterien gehörten des Weiteren Leinenführigkeit, Freifolgen, Überwinden eines Hindernisses und Klettersprung. Der Endspurt bestand aus Stellen und Verbellen, Überfall und Mutprobe. Bei der Begleithundeprüfung, der sich neun Mensch-Tier-Gespanne unterzogen, mussten sich die Hunde - darunter ein Riesenpudel, ein Australian Shepherd und ein Terrier - in der Unterordnung beweisen und Verkehrssicherheit zeigen.

Zum Abschluss dankte Vorsitzender Manfred Kausler Leistungsrichter Maximilian Seidl mit einem Körbchen "Marschverpflegung" für dessen "glückliches Händchen" und Richten. Dank sprach er auch den unverzichtbaren Helfern um Prüfungsleiterin Uli Schmidt und Platzwart Johann Müller aus, der den Übungsplatz "hervorragend vorbereitet" habe. Bei der Siegerehrung überreichte Kausler an Magdalena Laby einen Erinnerungspokal und an alle weiteren Teilnehmer "Hugo-Tropfen".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.