"Überhänger" am Boden
Fällen mit Hilfe der Seilwinde: Lehrvorführung der Forstbetriebsgemeinschaft in der Witzlhofer Flur

Fällen mit der Seilwinde: Mit Hilfe einer Teleskopstange wurde dazu bei der Lehrvorführung der Forstbetriebsgemeinschaft in etwa fünf Metern Höhe das Zugseil angebracht. Bild: rn

Sicherheit und Unfallverhütung bei Waldarbeiten ist das große Anliegen der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) - und auch der Waldbesitzer selbst: 50 an der Zahl waren es, die zu einer Lehrvorführung in die Witzlhofer Flur kamen.

Forstwirtschaftsmeister Reinhard Wiesent demonstrierte dort eine durch Seilwinden unterstützte Baumfällung.

Zunächst stellte er zwei an Traktoren angebrachte Seilwinden und deren Sicherheitseinrichtungen vor und machte auf die erforderliche jährliche Prüfung der Geräte aufmerksam. Zur Absicherung des Arbeitsplatzes seien die Rettungskette, beginnend an den neuen Rettungstreffpunkten, die Festlegung des Gefahrenbereiches und die persönliche Schutzausrüstung wichtig.

An einer mehr als 25 Meter hohen überhängenden Birke begann Wiesent die sogenannte Baumansprache. Dazu nahm er eine Gefahrenanalyse vor und legte den Sicherheitsbereich fest.

Aufmerksam verfolgten die Waldbesitzer seine Begründung, in welcher Höhe des Baumes das Zugseil angebracht werden soll. Gemeinsam mit FBG-Mitarbeitern demonstrierte er Anhängetechniken mittels spezieller Leiter und Teleskopstange. Der Höhepunkt der Vorführung nahte, als Wiesent auf die erforderliche Schnitttechnik einging.

Vor dem Fällen des Baumes suchten alle 50 "Rotkäppchen" - jeder Teilnehmer musste einen Schutzhelm tragen - die sichere Rückweiche auf. Auch als der Baum in die gewünschte Richtung gefallen war, durfte der Gefahrenbereich erst wieder betreten werden, als die Bäume, die er bei der Fällung berührt hatte, sich ausgeschwungen hatten. Wiesent rief außerdem dazu auf, stets auf hängen gebliebene Äste zu achten.

Bei einem weiteren "Überhänger" kam anstelle eines Stahlseils ein Kunststoffseil zum Einsatz. Eine Abschlussbesprechung, zu der auch Revierförster Martin Gottsche kam, beendete einen Nachmittag mit hohem Informations- und Erlebniswert.
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