Unterhalt sorgt für Minus in ´Jahresbilanz der Jagdgenossenschaft
Schöne Wege kosten viel Geld

14 805 Euro für den Wegeunterhalt, 58 erlegte Schwarzkittel mit niedrigen Belastungswerten um 100 Becquerel und nur 4 Ketten mit circa 40 Rebhühnern: Mit einer Menge Zahlen wurden die Jagdgenossen in ihrer Jahreshauptversammlung konfrontiert (weiterer Bericht folgt).

"Unter Mithilfe der Stadt konnten wir viele Wege großzügig auffüllen und mit Feinschicht überziehen." Mit dieser Nachricht begann Jagdvorsteher Georg Karl im Vereinsheim der Kleintierzüchter seinen Jahresrückblick. Er rief die jeweiligen Anlieger dazu auf, Bedarf an Wegeunterhalt rechtzeitig zu melden.

Die Kartenaktion in Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt sah er als großen Erfolg an: Die großflächige Luftbildkarte mit eingezeichneten Grundstücksgrenzen sei ein wichtiges Dokumentationsmittel. In seinen Betrachtungen zum aktuellen Verbissgutachten kam Karl zu dem Schluss, dass in der Eschenbacher Jagd hinsichtlich der Abschussvorgaben keine Veränderungen eintreten werden.

Kurz Stellung nahm er zu den Inhalten der Versammlungen der Arge Jagdgenossenschaften. Bei der Auswertung das Jagdkatasters - das Verfahren läuft über Vermessungsamt und Bayerischen Bauernverband - räumte der Jagdvorsteher kleine Differenzen ein, die noch geklärt werden müssen.

Über die Einnahmen und Ausgaben der Jagdgenossenschaft informierte Schatzmeister Richard Ficker. Das Jahresminus begründete er mit den hohen Aufwendungen für den Wegeunterhalt. Was den Jagdpachtschilling betrifft, so herrschte bis auf zwei Enthaltungen Einmütigkeit darüber, die Mittel für den Wegeunterhalt zu nutzen.

Stadtrat Reinhard Wiesent würdigte das Arbeiten Hand in Hand zwischen Jagdgenossen und Stadt. Er erkannte den "vernünftigen Zustand" der Wege an und kündigte eine weitere kommunale Beteiligung am Wegebau an. Für wichtig hielt er es, aktive Jäger zu haben.

Wolfgang Reiß, der langjährige Jagdvorsteher und Vorgänger von Georg Karl, ist bekannt für seine kleinen Überraschungen. Er übergab jedem Anwesenden eine Aufstellung, die für die Jahre 1974 bis 1979 die jährliche und von 1980 bis 2015 die monatliche Niederschlagsmenge am Karlsplatz enthält. "Ausreißer" dabei sind das Jahr 1976 mit 363 Litern und das Jahr 2002 mit 1039 Litern pro Quadratmeter.

Beachtenswert im Vergleich zu 2016 sind die von ihm vorgelegten Temperaturmessungen für den Februar des Kältewinters 1956: Damals lagen an 18 Tagen die Morgentemperaturen zwischen minus 10 und minus 26 Grad.
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