Unterrichtsprojekt zum Thema "Gewalt" an der Wirtschaftsschule
Polizist als "Beichtvater"

Gewalt kennt viele Stufen und Variationen. Polizeihauptmeister Martin Behrendt gestaltete dazu in den siebten Klassen der Wirtschaftsschule ein Unterrichtsprojekt: An mehreren Vormittagen befasste er sich mit den Schülern mit Gewalt und ihren mitunter unübersehbaren Folgen.

Seit mehr als zehn Jahren ist der Jugendbeauftragte der Polizeiinspektion Eschenbach in den Schulen unterwegs, um Gewaltprävention zu leisten und über die Gefahren von Drogenkonsum aufzuklären. Dabei stellt er sich den Schülern auch gerne als "Beichtvater" zur Verfügung.

Auch an der Wirtschaftsschule wurde Behrendts Unterricht zu keinem Monolog. Er war um Dialog bestrebt und fand damit bei den Jugendlichen Anklang. Da an der Schule Konfliktlotsen tätig sind - damit physische und psychische Gewalt, Mobbing und Missverständnisse nicht eskalieren - kannten die jungen Leute bereits die Begriffe.

Der Jugendbeauftragte erwies sich als fachlich erfahren und didaktisch versiert und erwarb sich bei den Schülern schnell Achtung und Vertrauen. Bei dem Projekt setzte er nachgespielte Szenen und Filme ein, um die Stufen der Gewalt zu behandeln. Danach folgte jeweils das Analysieren der Inhalte und das Erarbeiten von Lösungsansätzen.

Behrendt warnte zudem vor Ehrverletzungen über Kommunikationsdienste. Diese seien quasi "öffentlich dokumentiert" und stellten damit unter anderem ein erhebliches Risiko bei der Berufswahl dar. "Das Internet vergisst nichts", gab er zu bedenken.
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