Viel Regen, wenig Honig: Unbeständige Witterung macht Imkern zu schaffen
Kein Honigschlecken

Viel Regen, wenig Honig: Diese Bienenzüchter-Weisheit bewahrheitete sich heuer einmal mehr. Auch die Mitglieder des Eschenbacher Imkervereins waren davon betroffen. Archivbild: Popp

Geringe Erfolge und Erträge: Die Stimmung bei den Imkern ist schlecht. Denn trotz arbeitsintensiver Betreuung der Bienenvölker machte ihnen in diesem Jahr häufig das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wegen der unbeständigen Witterung fiel die Honigernte sehr unterschiedlich aus.

Eschenbach. (plum) Die einen hatten extrem gute Ergebnisse aufzuweisen, die anderen dagegen schauten "in die Röhre", berichtet der Vorsitzende des Imkervereins, Anton Schönberger. Die vielen Unwetter mit teilweise sehr starkem Niederschlag hätten große Teile der Ernte vernichtet. Damit diese gut ausfalle, brauche es schwüles Wetter, erläutert er. "In den regenärmeren Gebieten gab es eine hervorragende Ernte."

Außerdem würden aufgrund des wechselhaften Klimas Bienenvölker verhungern, fügt Schönberger hinzu. Obwohl sich die Zahl der Imker im Eschenbacher Verein in den vergangenen Jahren von 90 auf 110 erhöht habe, gebe es insgesamt weniger Bienenvölker. "In den vergangenen drei Jahren sind jedes Jahr zehn junge Imker dazugekommen", stellt der Vorsitzende fest. Die Zahl der Völker sei jedoch von 1800 auf 600 gesunken.

Denn auch die Umstellung in der Landwirtschaft mache den Imkern zu schaffen. "In meinem Gebiet gibt es keinen Raps, nur Mais. Da ist die Ernte im Mai praktisch vorbei", erklärt Schönberger.

Darum würden sich viele Imker dafür entscheiden, weniger Bienenvölker zu betreuen: Oftmals hätten sie damit vergleichbaren Erfolg bei geringerem Aufwand. Komplett mit seinem Hobby aufzuhören, kann er auch er sich nicht vorstellen: "Wenn man einmal als Imker 'infiziert' ist, kann man nicht mehr damit aufhören", zeigt sich Schönberger von der Sache überzeugt.
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