Visite beim „Notfallpapst“
Freie Wähler besuchen Polizei und Rettungswache: Einbrüche bei Betrieben steigen

Die Freien Wähler um ersten Vorsitzenden Thomas Riedl (hintere Reihe, Zweiter von rechts) sowie Stadtrat und zweiten Bürgermeister Karl Lorenz (vordere Reihe, Zweiter von links) bei ihrem Besuch in der Polizeistation Eschenbach mit Dienststellenleiter Reiner Striegl (vorne rechts) und Stellvertreter Werner Stopfer (hinten rechts). Bild: hfz

Die Stippvisite der Freien Wähler bei Polizei und Rettungswache brachte einige Erkenntnisse: Einbrüche in Betrieben nehmen zu. Und Dr. Holger Rupprecht und seine Mitstreiter von der Rettungswache sind hoch motiviert.

Dienststellenleiter Reiner Striegl und Stellvertreter Werner Stopfer gaben beim Besuch der Freien Wähler in der Polizeistation Eschenbach Auskunft über das abgelaufene Jahr. Auf Nachfrage von Holger Götz erklärten die Beamten, dass bei einigen Wohnungseinbrüchen, vor allem im gewerblichen Bereich, vermutlich bandenmäßig und höchst professionell vorgegangen wurde. Tatorte waren bisher meist kleinere Ortschaften oder am Rand von Kommunen gelegene Gewerbebetriebe.

Die Beamten forderten die Bürger auf, die Augen offen zu halten und auffällige Beobachtungen vorzeitig der Polizei mitzuteilen. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang die Veränderung der Datenspeicherung, da oftmals bei den Ermittlungen ein Zugriff auch über die Nutzung von Handyanrufen möglich war. Hart beansprucht war die Inspektion durch den G 7-Gipfel und die Entwicklung der Flüchtlingssituation. Personell immer noch nur auf dem notwendigsten Stand, mussten und werden diese speziellen Situationen meist nur durch Überstunden bewältigt.

Datenschutz zeigt Grenzen


Vorsitzender Thomas Riedl wollte noch wissen, wie es mit der Videoüberwachung in Grafenwöhr funktioniert hat. Grundsätzlich habe es eine Verringerung der Vorfälle gegeben. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wurde sie aber wieder abgeschaltet.

Gerade zum Wachwechsel trafen die Besucher in der Rettungswache auf Professor Dr. Holger Rupprecht, den sogenannten "Notfallpapst", wie er humorvoll bezeichnet wird. Durch ihn und seine ärztlichen Mitstreiter herrscht eine hohe Motivation bei den professionellen und ehrenamtlichen Helfern. Zur Zeit gibt es eine ausreichende Zahl von Notärzten die eine fast hundertprozentige Versorgung der Rettungswache gewährleisten.

Neben den niedergelassenen Ärzten und dem Klinikum Weiden gibt es auch einen festen Notarzt, der zum Teil 48 Stunden Bereitschaftsdienst am Wochenende besetzt. Leider ist durch eine neue Verschärfung der Notarztausbildung auf längere Sicht nicht sicher gewährleistet, ob die hervorragend für den westlichen Landkreis arbeitende Rettungswache in dieser optimalen Weise fortgeführt werden kann. Dies bestätigten auf Anfrage von Tanja Kallmünzer der Leiter der Rettungswache Reinhard Maul und Notarzt Dr. Thomas Arnold.

Warum auch zu sogenannten "kleineren Unfällen" der Rettungshubschrauber zum Einsatz kommt, interessierte Lidia Reimer. Dies sei dadurch erklärbar, dass die Rettungswagen auch für Krankentransporte eingesetzt werden oder, dass der zeitliche Aufwand beim Notfalleinsatz durch die längeren Fahrstrecken in die umliegenden Krankenhäuser bedeutend höher ist.
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