Vorsitzender der Eschenbacher Gebeitsverkehrswacht gibt angesichts zahlreicher Wildunfälle ...
Nachts sehr aufmerksam sein

Mindestens 50 Jahre unfallfreies Fahren: Dafür wurden (von links) Ernst Wolfram, Albert Butscher und Alfred Schurig in der Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht mit dem "Goldenen Lorbeerblatt" ausgezeichnet. Bild: rn

Erneut ein Blitzmarathon, dazu verstärkte Geschwindigkeits-, Gurt- und Alkoholkontrollen: Das plant das Bayerische Innenministerium für 2016. Vor dem Hintergrund der Unfallzahlen des vergangenen Jahres ist das kein Wunder. In der Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht beleuchtete Vorsitzender Hans Bscherer die Situation in der Region.

Beim Blick in die Verkehrsunfall-Statistik beklagte er bei den Ursachen die zahlreichen Vorfahrtsmissachtungen. Angesichts des ebenfalls hohen Anteils an Wildunfällen in der Kategorie "Kleinunfälle" mahnte er besondere Aufmerksamkeit bei nächtlichen Fahrten an. Die Fehlanzeige bei Schulwegunfällen schrieb Bscherer der Tätigkeit der Verkehrshelfer und Schülerlotsen zu. "Die Kommunen sollten dies würdigen", forderte er. Als unverantwortlich bezeichnete der Vorsitzende die rapide Zunahme von Handy- und Gurtverstößen. Anhand von Beispielen aus der Praxis machte er die Risiken dabei deutlich.

Zur Reduzierung von Unfällen soll der Blitzmarathon verschärft werden. Anlass dafür sei unter anderem die Bilanz der vergangenen Aktion, erläuterte Bscherer und trug die Zahlen für die Polizeiinspektion Weiden vor. Auf 47 596 kontrollierte Autos entfielen 899 Beanstandungen, 702 gebührenpflichtige Verwarnungen und 197 Anzeigen, die zum Teil mit Fahrverboten verbunden waren.

Auf seine Frage "Wo sind Probleme?" entwickelte sich eine rege Aussprache. Darin ging es unter anderem ums Parken in Innenstädten, ums Linksabbiegen, um kinderwagengerechte Fußwege, um nicht oder zu wenig beleuchtete Fahrräder in der Dunkelheit und um das Einhalten von Abständen, das eine bessere Überholmöglichkeit bietet.

Zu den Wildunfällen meldete sich Albert Butscher zu Wort: Er informierte über erhöhte Risikofaktoren. Dazu zählte er nicht angepasste Geschwindigkeit, insbesondere bei Wald auf beiden Straßenseiten, das erste Frühjahrsgrün an Straßenrändern im Bereich von Wäldern und die Brunftzeiten. Diese liegen bei Rehwild in den Monaten Juli und August und beim Rotwild im November.

Die höchste Auszeichnung, die die Deutsche Verkehrswacht vergeben kann, verlieh Hans Bscherer drei langjährigen Mitgliedern. Über das "Goldene Lorbeerblatt" für mindestens 50 Jahre unfallfreies Fahren freuten sich Albert Butscher (Pressath), Alfred Schurig und Ernst Wolfram (beide Neustadt am Kulm).
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.