Waldjugend nimmt Kinder auf Bacherkundung mit
Larven unter der Lupe

Mit Sieb und Lupe hinein in den Bach: Auf Einladung der Waldjugend erkundeten die Mädchen und Buben im Ferienprogramm den Eschenbach. Unter anderem entnahmen sie Wasserproben und bestimmten die darin enthaltenen Lebewesen wie Larven, Schnecken, Krebse und Würmer. Bild: rn

Nun wissen sie, wie Steinfliegen- und Kriebelmückenlarven, Flohkrebse und Schlammröhrenwürmer aussehen. Der Gewässerlauf entlang des Eschenbachs, zu dem die Waldjugend im Ferienprogramm eingeladen hatte, geriet für eine muntere Schar von Mädchen und Buben zu einem Naturerlebnis.

Expeditionsstart war beim Waldjugendheim - in Gummistiefeln, aber auch in Sandalen oder einfachen Schlappen. Mit ihnen konnten sich die Kinder und Jugendlichen ohne das Risiko, Wasser zu schöpfen, im Bachlauf bewegen. Die Gruppenleiterinnen Melissa Schmidt und Julia Gradl statteten die Teilnehmer zudem mit Becherlupen und Mini-Sieben aus, die als kleine Kescher dienten.

Gleich neben dem Waldjugendheim lag die erste Erkundungsstation. Die entnommenen, auf den ersten Blick unscheinbaren kleinen Wasserlebewesen entpuppten sich unter den Lupen als zierliche und vielseitig gestaltete Tiere. Entlang des Eschenbachs legte die Gruppe noch mehrere Stopps ein. Der letzte lag unterhalb der Schrebergärten am verlängerten Friedhofsweg. Dort war das Gewässer verschlammt und wies eine erheblich geringere biologische Vielfalt auf. Dies tat dem kindlichen Forschungsdrang jedoch keinen Abbruch.

Am Ende des nahezu zweistündigen Gewässerlaufes wies die Strichliste Einträge bei Steinfliegen-, Lidmücken-, Köcherfliegen-, Eintagsfliegen-, Kriebelmücken- und Roter Zuckmückenlarve sowie Flohkrebs, Napfschnecke und Schlammröhrenwurm auf. Darüber hinaus hatten die jungen Forscher 91 kleine Schnecken gefunden, die keinem Bild der Mustervorlage zuzuordnen waren.

Zurück am Waldjugendheim erwartete die Kinder und Jugendlichen ein offenes Feuer. Die Gruppenleiterinnen verteilten Würstchen, die auf kleinen Spießen gebraten wurden. Im Schatten der Bäume endete damit ein lehrreiches und zugleich geselliges Ferienerlebnis.
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