Wallfahrt nach Gößweinstein: Viele junge Leute mit dabei
Wohlbehalten zurück

Wer jahrzehntelang die Strapazen einer Wallfahrt auf sich nimmt, tut dies nicht aus sportlichem Ehrgeiz. Zur Basilika in Gößweinstein zu pilgern, um dort der Heiligsten Dreifaltigkeit seine Sorgen vorzutragen, erfordert einen tiefen Glauben und verlangt zudem körperliche Leistung.

Nachdem Ruhestandspfarrer Helmut Süß den Wallfahrern aus der Pfarrei den Reisesegen erteilt hatte, fuhren sie mit Bussen nach Pegnitz, um von dort zu Fuß nach Gößweinstein zu pilgern. "Sei gelobt und hoch gepriesen, Heiligste Dreifaltigkeit. Sieh, wir fallen dir zu Füßen in dem Geist der Bitterkeit. Aus der Tiefe zu dir rufen wir bedrängten Kinder dein, wolle unser Vater sein", erschallte das Dreifaltigkeitslied auf dem Weg.

In Gößweinstein angekommen, beteten die Wallfahrer in der Basilika vor dem Gnadenbild in ihren Sorgen und Nöten zur Gottesmutter. Am frühen Sonntagmorgen feierten Stadtpfarrer Thomas Jeschner und Pater Dr. Benedikt Röder in Konzelebration das Wallfahreramt für die Pilger aus Eschenbach und Kirchenthumbach in der Basilika. Dann machten sich beide Gruppen auf getrennten Strecken auf den Rückweg. Wohlbehalten kehrten die Eschenbacher am späten Nachmittag in die Rußweiherstadt zurück, wo Stadtpfarrer Thomas Jeschner sie am Dreifaltigkeits-Bildstock begrüßte. Mit einem Gebet wurde dort der verstorbenen Pilger der vergangenen Jahre gedacht, dabei erklang der ergreifende Choral "Näher, mein Gott, zu dir".

Begleitet von Ministranten, Stadtpfarrer und Angehörigen mussten die Wallfahrer eine letzte Anhöhe, den "Fledermühlberg", schaffen, bevor sie in die Bergkirche einzogen. Die Dankandacht, der sakramentale Segen und das aus dankbarem Herzen von allen gesungene "Großer Gott, wir loben dich" beendete die Gößweinstein-Wallfahrt.

Stadtpfarrer Thomas Jeschner dankte den Pilgern für ihr Durchhalten. Ihn freute vor allem, dass wieder viele junge Leute mit dabei waren. Besonderer Dank galt der Bläsergruppe, die an beiden Tagen die Wallfahrer begleitete, Wallfahrtsführer Herbert Körper und "Bildträger" Josef Emmerling.

77 Pilger - auch aus dem Umland - nahmen an der Wallfahrt teil, 60 davon absolvierten sowohl Hin- als auch Rückweg, informierte Körper. Es bedankte sich besonders bei den Mitgliedern der Feuerwehr Eschenbach für die mustergültige Verkehrsregelung an der Rußweiher-Kreuzung und die Absperrmaßnahmen an der Bergkirche.
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