Wandergruppe der Reservistenkameradschaft blickt auf 20 Jahre Bergtouren zurück
In den Dolomiten quasi zu Hause

Bei ihren Bergtouren in Südtirol stießen die Wanderfreunde der Reservistenkameradschaft immer wieder auf Spuren des Ersten Weltkriegs, wie hier die Stellungen am Hexenstein auf 2477 Meter Höhe. Bild: rn

Die alpine Bergwelt zieht seit 20 Jahren die Wanderfreunde der Reservistenkameradschaft in ihren Bann. Zahlreiche anspruchsvolle Touren bedeuteten Gemeinschaftserlebnisse von hohem Stellenwert. In der Jahreshauptversammlung (wir berichteten) wandte sich Karl Völkl einmal mit dem Kassenbericht an seine Kameraden. Lebhafter - zum Teil in blumigen Worten - gestaltete er seine Rückschau auf zwei Jahrzehnte Bergtouren.

Sein Schwelgen in Erinnerungen begann 1995 mit der Quartiernahme in der Generaloberst-Beck-Kaserne Sonthofen und Erlebnissen im Nebelhorngebiet. Es folgten Traumtouren an den Drei Zinnen und zu Vorgipfeln des knapp 4000 Meter hohen Ortlers.

Mehrtägige Tour


Ab 1998 wurden die Dolomiten zur Bergheimat der Wandergruppe. Zu den Höhepunkten der Chronologie gehörten die Besteigung von Peitlerkofel (2875 Meter), Sassongher (2665 Meter), Piz Boe (3152 Meter), Piskiadu (2587 Meter) und Dürrenstein (2839 Meter). Völkl berichtete zudem von längeren Touren in der Langkofel-Plattkofel-Gruppe, im Naturpark Puez-Geisler, am Latemar und im Umfeld von Misurina sowie von einer Mehrtagestour durch Rosengarten und Schlern. "Am Adolf-Munkel-Weg im Villnößtal wurden wir als Wandergruppe sogar vom österreichischen KTV-Fernsehen gefilmt", erinnerte er sich.

Kriegsstellungen


Wer im südlichen Grenzgebiet von Südtirol unterwegs ist, dem bleiben Zeugnisse des Ersten Weltkriegs nicht verborgen. "Uns bleiben Namen wie Büllelejoch, Hexenstein, Monte Sief, Col di Lana, Plätzwiese oder Monte Piana unvergessen", erklärte Völkl und verwies auf die dort erhaltenen Stellungs- und Festungsanlagen. Und so ganz nebenbei pries er Südtiroler Speisen und Getränke an.

Mit Wohlwollen vernahm Ehrenbürger Vinzenz Dachauer die Tätigkeits- und Erlebnisberichte. Er wünschte der Reservistenkameradschaft gedeihliche Weiterentwicklung und übergab eine Spende.
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