Zusätzlich Ehrennadel und -gabe für Ehrenbürger
Mehr als eine Medaille

Die Bürgermedaille dürfen maximal zehn lebende Bürger entgegennehmen. Bild: rn

Mit der Ernennung zum Ehrenbürger und der Verleihung der Bürgermedaille zeichnete die Stadt bisher verdiente Persönlichkeiten aus. Künftig ergänzen Ehrennadeln und -gaben dieses Zeichen der Anerkennung.

Die Satzung dazu erließ der Stadtrat in seiner letzten Sitzung. Zur Verleihung der Bürgermedaille lagen bisher nur der Beschluss des Stadtrats vom 22. September 1959 und die dazu erstellten Richtlinien vor. Darin steht, dass "zur Auszeichnung von Persönlichkeiten, die sich um die Stadt Eschenbach besondere Verdienste erworben haben", die Stadt eine Bürgermedaille stiftet.

Nur für Besonderes


Sie kann nur an Menschen verliehen werden, "die mindestens 50 Jahre alt sind, allgemeines Ansehen genießen und sich durch hervorragende Leistungen um das Ansehen und das allgemeine Wohl der Stadt Eschenbach und ihrer Bürger besondere Verdienste erworben haben". Um dem Stadtrat mehr Handlungs- und Entscheidungssicherheit zu geben, wurde nun auf Basis der Stadt Kemnath eine Satzung über die Ehrung verdienter Persönlichkeiten entworfen. Sie war den Stadträten bereits lange vor der Sitzung übermittelt worden. Nach ihrer Vorgabe müssen die zu Ehrenden "keine Gemeindebürger im Sinn des Artikels 15 Absatz 2 der Gemeindeordnung sein". Vorschlagsberechtigt sind der Bürgermeister und die Stadträte. Zuständig für die Entscheidungen, wer diese Auszeichnungen bekommt, ist der Stadtrat.

Der Bürgermeister entscheidet über Ehrengaben, Gastgeschenke, Empfänge und Einträge ins Goldene Buch. Wegen der schutzwürdigen persönlichen Belange der Vorgeschlagenen gibt die Satzung vor, dass die jeweilige Entscheidung in nichtöffentlicher Sitzung zu treffen ist.

Auch Einschränkungen


Sie enthält aber auch Beschränkungen: Danach können das Ehrenbürgerrecht höchstens zwei lebende Menschen bekommen. Wie schon in den bisherigen Richtlinien vorgegeben, kann die Bürgermedaille höchstens an zehn lebende Personen gehen. Die neue Ehrennadel bleibt auf höchstens 25 lebende Personen beschränkt.

In den weitergehenden Bestimmungen ist nachzulesen: "Das Recht, Straßen, Wege, Plätze, bauliche Anlagen und Einrichtungen der Stadt nach berühmten oder verdienten Persönlichkeiten zu benennen oder umzubenennen, bleibt von dieser Satzung unberührt". Der Stadtrat hat schließlich das Recht, "mit einfacher Mehrheit der Abstimmenden Ehrungen wegen unwürdigen Verhaltens zu widerrufen". Den Widerruf der Ehrenbürgerschaft müssen zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder des Stadtrats beschließen.

Neue Schaukel für den Spielplatz"Hier greift Basisdemokratie": Zu dieser Überzeugung kam Bürgermeister Peter Lehr, als der Stadtrat über die Beschaffung von neuen Spielgeräten für den Spielplatz an der Kreuzkirche zu beschließen hatte. Auf Initiative von Jugendbeauftragter Karolina Forster gab es im April ein Gespräch mit den Eltern. Sie brachten Ideen und Vorschläge für neue Spielgeräte ein. Als Quintessenz schlugen sie vor, eine neue Schaukel und ein Spielhaus zu kaufen. Die Stadt hatte von einem Hersteller ein Angebot eingeholt, das Lehr mit 8888,11 Euro bezifferte. Die Stadträte gaben dazu ihre Zustimmung.

Forster beschrieb die Neuanschaffungen. Danach wird das Spielhaus aus Recyclingkunststoff bestehen. Für die Schaukel gilt das Modell Kombischaukel. Zu ihr gehört neben der herkömmlichen Schaukelvorrichtung eine Nestschaukel. Die Eltern wünschen sich auch eine Sitzgelegenheit mit Tisch, wie sie das HPZ Irchenrieth anbietet.

Zur Sicherheit der Kinder regte Forster zudem an, den Zaun zu erneuern. Für größere Kinder hält sie Geräte wie am neuen Mehrgenerationenpark für ideal. Einig war sich Forster mit Marcus Gradl, im jährlichen Wechsel die örtlichen Spielplätze mit Ergänzungen und Neuerungen zu versehen. (rn)
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