Betriebsunfall
Reiniger geht auf die Lunge

Wegen Atemproblemen mussten Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebs in der Nacht zum Montag Hilfe rufen. Gegen 2 Uhr rückten die Helfer ins Industriegebiet aus. 12 Leichtverletzte mussten zur Behandlung ins Krankenhaus.

Laut Polizei war in der Fertigungshalle aus einem Behältnis ein "an sich ungefährlicher Neutralreiniger in ein eigens dafür vorgesehenes Gefäß abgelassen" worden. Mit dem Wasser-Reiniger-Gemisch behandeln die Mitarbeiter des Betriebs Metallbleche vor der weiteren Verarbeitung.

Nach einer Pause bemerkten Mitarbeiter Rauch und Qualm in dem Raum. Als sie Wasser nachfüllten, um die Verdunstung zu beseitigen, atmeten 12 Mitarbeiter kurzzeitig den Qualm ein. Anschließend klagten sie über leichte Atemwegsbeschwerden. BRK und Notarzt veranlassten eine vorsorgliche Weiterbehandlung in umliegenden Krankenhäusern. Auch die Feuerwehr war mit Atemschutz an der Einsatzstelle, gab jedoch bald Entwarnung. Ob unsachgemäßer Umgang vorliegt, müsse nun die Polizei klären. Wie in solchen Fällen üblich, werden die Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt informiert.
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