Erster Spatenstich für die Erweiterung des Gewerbegebiets "Am Stadtwald"
Investor steht schon bereit

Wer einen Spaten hielt, bekam auch einen Helm: (von links) Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz, dritter Bürgermeister Klaus Lehl, stellvertretender Landrat Albert Nickl, Projektleiter Manfred Brunner, Stadträtin Karolina Forster, Bauleiter Michael Zach, Ehrenbürger Vinzenz Dachauer, Bürgermeister Peter Lehr und Michael Wagner vom Ingenieurbüro schritten beim offiziellen Auftakt zur Erweiterung des Gewerbegebiets "Am Stadtwald" zur Tat. Bild: rn
 

Die Erschließung kann beginnen. Mit dem ersten Spatenstich gaben Bürgermeister, Landrat und Stadträte grünes Licht für die Arbeiten zur Erweiterung des Gewerbegebiets "Am Stadtwald". Für 2 der 8,5 Hektar führt die Stadt bereits konkrete Verkaufsverhandlungen.

Am Leiseneckgraben herrschte eitel Freude und Aufbruchstimmung. Vor den Baumaschinen der Firma Gollwitzer hatten sich Vertreter von Stadt, Landkreis, Planungsbüro und Bauunternehmen versammelt, um laut Bürgermeister Peter Lehr "Zeuge eines Schrittes zur weiteren Entwicklung unserer Heimatstadt zu werden". Er sprach von der Fortsetzung eines mutigen Schrittes der Eschenbacher Stadtratspioniere, die vor rund 50 Jahren mit der Ausweisung des Gewerbegebiets "Am Stadtwald" den Grundstein für neue Arbeitsplätze gelegt hatten - "was auch in der damaligen Zeit nicht unumstritten war".

Der Bürgermeister bescheinigte den innovativen Arbeitgebern, die sich seither mit ihren Ideen hier angesiedelt haben und ihre Produkte weltweit vertreiben, dass sie den Namen der Rußweiherstadt über Grenzen hinaus bekannt gemacht haben. Zur Arbeitslosenquote von nur rund 3,5 Prozent in Eschenbach trügen auch kleine und mittlere Handwerksbetriebe bei, die sich am Stadtwald niedergelassen haben, zeigte sich Lehr überzeugt.

"Reibungslose Rodung"


Er kündigte an, neben der tiefbautechnischen Erschließung durch die Firma Gollwitzer aus Floß zugleich für ein Abwassertrennsystem, Erdgas und Glasfasertechnik zu sorgen. Anerkennung sprach er Tiefbauplaner Michael Wagner, Landschaftsarchitekt Manfred Neidl und Biologe Bernhard Moos aus. Und: "Den Grundstein für die Tiefbauarbeiten hat unser engagierter Forstamtsrat Martin Gottsche in Kooperation mit der Forstbetriebsgemeinschaft unter Leitung von Reinhard Wiesent gelegt", sagte der Bürgermeister mit Blick auf " eine reibungslose Rodung und das Ziehen der Wurzelstöcke."

Das Stadtoberhaupt zeigte Verständnis für kritische Äußerungen von Bürgern zur Rodung wie: "Kann damit nicht gewartet werden, bis sich eine Gewerbeansiedlung abzeichnet?" Er wies jedoch auch auf eine Aussage von Reinhold Gietl hin. Beim letzten Unternehmerstammtisch in der Freizeitanlage Rußweiher hatte der Betriebsleiter des Pilkington- Werks dessen Ansiedlung in Weiherhammer damit begründet, dass die Gemeinde ein Gewerbegebiet vorgehalten habe. Allerdings hatte auch Lehr eine nachösterliche Frohbotschaft: Die Stadt stehe "in konkreten Verhandlungen mit einem Investor, der rund zwei Hektar der neu zu schaffenden Gewerbeflächen für eine Betriebserweiterung erwerben will".

Der Bürgermeister sprach nicht zuletzt die verkehrstechnischen Konsequenzen der Erweiterung des Gewerbegebiets an. Rund 1150 Arbeitnehmer steuerten "täglich unseren Produktionsstandort 'Am Stadtwald' über die Zubringerstraßen an". Bei einer hoffentlich positiven Entwicklung und der Ansiedlung weiterer Betriebe sei von einer Zunahme des Verkehrs auszugehen. "Die Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich der B 470 kann durch ein Brückenbauwerk mit den zugehörigen An- und Abfahrten in alle Fahrtrichtungen deutlich erhöht und verbessert werden", folgerte Lehr.

"Wichtige Weichenstellung"


Seitens des Landkreises gratulierte stellvertretender Landrat Albert Nickl zur Erweiterung des Gewerbegebiets. Diese stelle den Grundstein für weitere Arbeitsplätze dar, sprach er von einer "wichtigen Weichenstellung". Bereits jetzt strahlten circa 2300 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze weit über Eschenbach hinaus. Er dankte dem Stadtrat, der unter den Bürgermeistern Robert Dotzauer und Peter Lehr die Ausweisung und Erschließung des Areals veranlasst hat und wünschte eine baldige Ansiedlung von Betrieben.

Freude über die Weiterentwicklung der Stadt und die Auftragsvergabe bekundete Manfred Brunner. Der Projektleiter entschuldigte seinen wegen einer Familienfeier verhinderten Chef Harald Gollwitzer und erklärte: "Zur vorgegebenen Bauzeit bestehen keine Bedenken." Als Repräsentant des Ingenieurbüros Schultes dankte Michael Wagner für die Erteilung des Großauftrags. Das vertraglich vereinbarte Bauende zum 31. Dezember werde sicher "deutlich unterschritten" werden.
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