Haushalt 2016 der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach ist unter Dach und Fach
Drei Euro mehr pro Einwohner

Der Haushalt 2016 der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach ist unter Dach und Fach. Die Gemeinschaftsversammlung beschloss einstimmig das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 1,236 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich der Etat um 2,06 Prozent.

Kämmerer Karl Stopfer stellte den Bürgermeistern und VG-Räten von Eschenbach, Neustadt am Kulm und Speinshart den 90 Seiten umfassenden Haushaltsplan vor. Auf der Ausgabenseite schlagen überwiegend die Personalkosten zu Buche.

Im Verwaltungshaushalt, der Gesamtausgaben von 1,166 Millionen Euro enthält, hat Stopfer einen ungedeckten Bedarf von 747 054 Euro ermittelt. Dieser wird auf die drei Kommunen umgelegt: Pro Einwohner sind, wie der Kämmerer ermittelt hat, 121 Euro zu zahlen - im vergangenen Jahr waren es 118 Euro.

Sonderzahlung


Als Grundlage für die Berechnung der VG-Umlage diente ihm die Einwohnerzahl zum 30. Juni 2015. Demnach hat Eschenbach (3914 Einwohner) mit 473 594 Euro, Neustadt am Kulm (1149) mit 139 029 Euro und Speinshart mit (1111) mit 134 431 Euro zur Finanzierung der Verwaltungsgemeinschaft beizutragen.

Zur Entwicklung der Einwohnerzahlen legte Stopfer umfangreiches Zahlenmaterial vor. Danach lebten im VG-Bereich im vergangenen Jahr 6174 Menschen - 2007 waren es noch 6497. Das größte Minus ergab sich dabei durch die jüngste Volkszählung. Diese brachte von 2013 auf 2014 einen Rückgang von 6473 auf 6132 Einwohner mit sich.

Der Kämmerer informierte die VG-Räte auch über die Anpassungen in den Haushaltsansätzen angesichts von tariflichen Änderungen und über eine Zusatzleistung der Stadt Eschenbach. Wegen des durch den Stadtteil Netzaberg verursachten Verwaltungsaufwands leistet diese an die Verwaltungsgemeinschaft eine Sonderzahlung von 29 000 Euro. Durch die Entnahme von 70 000 Euro sinken die Rücklagen im Haushaltsjahr 2016 auf 110 000 Euro. Dies ist jedoch unproblematisch: Die vorgegebene Mindestrücklage liegt bei 11 333 Euro.

Weiterhin 13 Mitarbeiter


Zur Sicherung der Liquidität bei außergewöhnlichen Entwicklungen enthält die Haushaltssatzung jedoch vorsorglich die Ermächtigung zur Aufnahme von Kassenkrediten bis zu einer Höhe von 50 000 Euro. Mit einem leichten Lächeln verkündete Stopfer zudem: "Die für die Allgemeine Rücklage im Haushaltsjahr 2016 erzielten Zinsen können vernachlässigt werden."

Unverändert gestaltet sich der Stellenplan der Verwaltungsgemeinschaft. Es bleibt bei 13 Mitarbeitern. Wegen Bediensteten, die in Teilzeit beschäftigt sind, ergeben sich jedoch nur 11,16 "Stellen nach Zeitanteilen". Einstimmig verabschiedete die Gemeinschaftsversammlung Haushaltssatzung, Finanzplan und Investitionsprogramm 2015 bis 2019 sowie den Stellenplan für Beamte und tariflich Beschäftigte.

Bürgermeister Wolfgang Haberberger aus Neustadt am Kulm vermeldete als Vorsitzender der Rechnungsprüfer zum Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung 2014 nur kurz: "Keine Anmerkungen." Die vom Kämmerer vorgelegte Feststellung der Jahresrechnung 2014, sie weist einen Überschuss von 83 205 Euro aus, fand daher die Zustimmung des Gremiums.
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