Umfangreiche Ermittlungen dauern an
Schlag gegen Betäubungsmittelszene in Ostbayern

Teile des in Furth im Wald sichergestellten Marihuana. Bild: Kriminalpolizei Regensburg
Vermischtes
Eschlkam
13.05.2016
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Am Wohnort des Tatverdächtigen fanden die Fahnder eine Dose mit Crystal. Bild: Kriminalpolizei Regensburg

Mit der Sicherstellung von über 4 Kilogramm Marihuana, die im Zuge einer Verkehrskontrolle entdeckt wurden, begannen für Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg Ende Februar 2016 umfangreiche Ermittlungen. Zwei Haftbefehle und zahlreiche neue Ermittlungsansätze, unter anderem, dass möglicherweise Betäubungsmittel im dreistelligen Kilogrammbereich eingeschmuggelt wurden, sind eine erste Zwischenbilanz.

Laut Polizeiangaben vom Freitagmittag, entschlossen sich Schleierfahnder der Polizeiinspektion Furth im Wald am Sonntagabend, 28.Februar bei Eschlkam zu einer Kontrolle eines mit zwei Personen besetzten Fahrzeuges. Als die Beamten dazu gegen 18:50 Uhr das Anhaltesignal setzten, beschleunigte der Pkw und der männliche Fahrer versuchte sich durch waghalsige Fahrmanöver über eine längere Strecke hin, der geplanten Kontrolle zu entziehen.

Letztlich gelang es den Polizeibeamten aber, den Wagen im Zusammenwirken mit Unterstützung einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion, in der Gemeinde Weiding gefahrlos anzuhalten und eine Überprüfung durchzuführen. Im dem Fahrzeug befanden sich ein 32-jähriger Mann und eine 33-jährige Frau.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest. dass der Fahrzeuglenker nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war und zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Bei einer anschließenden Absuche des Fluchtweges, zu der auch Suchhunde der Polizei hinzugezogen wurden, fanden die Beamten schließlich im Gemeindegebiet von Furth i. Wald Pakete mit Marihuana, die dem geflohenen Duo zugeordnet werden konnte.

Da der beachtliche Fund annähernd fünf Kilo wog, übernahm das Kommissariat K 10, der Kripo Regensburg mit Dienstsitz in Furth im Wald die weiteren Ermittlungen.

Am Wohnsitz des Mannes fanden die Oberpfälzer Beamten mit Unterstützung von niederbayerischen Kollegen unter anderem weitere Betäubungsmittel in Form von Crystal-Speed und Marihuana sowie einen sogenannten Totschläger, der nach dem Waffengesetz verboten ist. Auch diese Gegenstände stellten die Polizisten sicher.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg stellte aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse am 29.Februar Haftantrag vor dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Regensburg gegen das Duo. Dieser sah den Vorwurf der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, sowie Verstöße nach dem Straßenverkehrsrecht und Waffenrecht als ausreichend gegeben und erließ Haftbefehle gegen die beiden Festgenommenen. Der Mann und die Frau wurden getrennt voneinander in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Wie die Polizei mitteilt, ergaben sich im Zuge der weiteren Untersuchungen Erkenntnisse, dass in den vergangenen Monaten möglicherweise Betäubungsmittel im dreistelligen Kilogrammbereich, unter Beteiligung der Festgenommenen ins Bundesgebiet eigeführt wurden. Dazu laufen nun bayernweit Ermittlungsverfahren. Zudem stehen die Ermittlungsbehörden im Kontakt mit den Polizeibehörden der Tschechischen Republik.

Für das Ermittlerteam aus Furth im Wald gilt es nun, die bisherigen Aufklärungsergebnisse zusammenzutragen und weitere Verknüpfungen zu prüfen. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.
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