Langlauf
Mit Skiern auf den Stückberg

Selbst wenn in tieferen Lagen die Wiesen noch fast grün sind, bieten sich am Stückberg bei Eslarn gute Bedingungen für Langläufer - auf ungespurten, einsamen Wegen durch den tief verschneiten Wald. Jeden Winter ist die Regensburger Autorin Eva Krötz hier mindestens einmal unterwegs. Bild: Krötz
Freizeit
Eslarn
16.01.2016
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Die Loipen auf der Silberhütte, bei Letzau und Mitterberg bei Waldthurn sind bei Langläufern im Landkreis bekannt. Die Regensburger Wander-Autorin Eva Krötz genießt den Winter im Nördlichen Oberpfälzer Wald auch abseits der gespurten Bereiche.

Vom Feriendomizil in Böhmischbruck aus war sie in dieser Saison mit Langlaufskiern bereits unterwegs: auf der Platte bei Vohenstrauß mit Brotzeit in der Gipfelhütte und zur Nordic-Cruising-Tour zwischen Waidhaus und Georgenberg.

Bei etwas wärmerem Wetter, als die Temperaturen auf 500 Höhenmetern schon die Marke von zwei Grad knackten, ging es höher hinaus. "Wir entschieden uns für den Stückberg bei Eslarn und fuhren zum Parkplatz am Wildpark zwischen Eslarn und Schönsee." Auf dem Weg dorthin waren die Wiesen fast grün, und die Hoffnung auf eine Runde Langlauf schwand.

Wirtschaft geschlossen


Jedes Jahr ist die Autorin eines Goldsteig-Wanderführers mindestens einmal am Stückberg mit dem Ehemann auf Langlaufskiern unterwegs. "Wir wurden noch nie enttäuscht." Früher verbanden sie die Langlauftour immer mit einer Einkehr in der Pferdewirtschaft im Schönseer Ortsteil Laub, doch die ist zurzeit geschlossen. So bleibt als Ziel der Stückberg mit Aussichtsturm und dem markanten Hutstein.

Bereits nach den ersten Langlaufmetern bieten sich beste Schneeverhältnisse. Nach der Querung der einstigen Skipiste am Lindauer Waldhaus steigt der Forstweg kräftig an. Auf einem neu ausgebauten Weg geht es schnell bergauf zum Naturwaldreservat, das sich wie die Ringwege um den Gipfelbereich legt. "Ganz einsam sind wir hier oben. Keine Ski- oder Wanderspur hat sich bisher hinauf gewagt. Die letzten Meter zum Gipfel sind steil, aber wir ziehen die Skier nicht aus und stapfen durch die dickverschneite Winterwelt."

Eintrag ins Gipfelbuch


Vom Tauwetter ist dort oben nichts zu spüren. Alle Bäume sind weiß verschneit, obwohl der Aufstieg gerade mal 150 Höhenmeter beträgt. Die Aussicht vom Turm wanderte über die weißen Baumwipfel und verlor sich im aufkommenden Nebeldunst. "Wir trugen uns ins Gipfelbuch ein, machten Brotzeitpause und tranken warmen Tee. Dann begann die Abfahrt." Vorsichtig fahren die beiden zum ersten Ringweg.

"Wir wandten uns dann nach links zum Marienbrunnen, von wo man den Hutstein am besten erreicht, da im Naturwaldreservat die toten Bäume kreuz und quer liegen dürfen." Krötz vermutet, dass hier der Borkenkäfer die Fichten zum Absterben gebracht hat. "Das macht aber in meinen Augen nichts, da es hier auch viele Buchen gibt und ein Mischwald sowieso viel besser ist als die vielen Fichtenmonokulturen, wie sie im ostbayerischen Raum üblich sind."
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