Besonderes Geschenk für Seniorenheim am Eslarner Tillyplatz
"Ruhige und umsorgte Heimat"

Architekt Thomas Hollweck (Mitte) übergab Manfred und Maria Klug den Hausschlüssel in Form eines Laugengebäcks. Bild: gz
Kultur
Eslarn
16.03.2015
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Das Seniorenheim am Eslarner Tillyplatz ist für viele Menschen ein neues Zuhause. Bei der Segnung überraschte Architekt Thomas Hollweck mit einem besonderen Geschenk

Die Senioreneinrichtung "K & S Lebenswelten" und die integrierte Hauskapelle erhielten am Samstagnachmittag durch Domkapitular Prälat Peter Hubbauer aus Regensburg den kirchlichen Segen. Die Gastredner lobten das Engagement der Familie Klug. Sie sprachen von einem gelungenen und bedeutenden Projekt für den östlichen Landkreis.

Ziel erreicht

Manfred Klug zeigte sich über die Anwesenheit der Hausbewohner und der Heimleiterin Margareta Strobl mit ihrem Team besonders erfreut. "Mit der Fertigstellung haben wir das gesetzte Ziel, für unsere Heimat etwas zu schaffen, erreicht." Ein großes Lob für das harmonische Zusammenwirken und die tadellose Arbeitsleistung ging an Architekt Thomas Hollweck sowie an alle 32 beteiligten Firmen. In der Schaltzentrale der Gemeinde dankte Klug besonders Geschäftsleiter Georg Würfl.

An die Baugeschichte von der Idee im Dezember 2011 bis zur Fertigstellung 2014 erinnerte Hollweck. Energetisch gut aufgestellt sei die Einrichtung durch Biogas-Fernwärme, Photovoltaik-Anlage und Außenvolldämmung. Der Architekt ließ sich mit einem großen Brezen-Zopf in Form eines Schlüssels etwas besonderes einfallen. "Hier finden ältere und kranke Menschen eine ruhige und umsorgte Heimat", stellte Hubbauer fest. Der Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamtes in der Diözese dankte der Familie Klug auch für den Bau der Hauskapelle. "Der Altar als Tisch des Brotes ist der Mittelpunkt, und symbolisiert Jesus Christus und der Ambo ist der Tisch des Wortes Jesu." Beide sind in italienischem Granit gemeißelt. Die Kapelle selbst bereichern eine Madonna mit dem Jesuskind aus dem Grödnertal in Südtirol, ein goldfarbenes Kreuz und ein Kreuzweg jeweils aus Glas aus dem Raum Erbendorf.

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger sagte, dass jeder Mensch einen Ort brauche, wo er sich wohl und heimisch fühlen kann. Gerade ältere und kranke Menschen seien zudem auf Unterstützung angewiesen. All dies würden die Bewohner in dieser modernen und ansprechenden Wohneinrichtung erhalten. Im Namen von Landrat Andreas Meier überreichte Kirzinger eine Spende. Das persönliche Engagement und die Risikobereitschaft bei der Umsetzung des Wohnprojekts hob Vorstandschef Gerhard Ludwig von der Volksbank Nordoberpfalz hervor. Er sprach von einer Aufwertung der Region.

Über 20 Arbeitsplätze

"Mit diesem Heim haben die Bauherrn etwas geschaffen, was Eslarn prägt und wo man sich wohlfühlen kann", sagte Bürgermeister Reiner Gäbl. Durch den Einstieg in die Städtebauförderung hätten der Abriss und das Projekt gefördert werden können. Das Haus bedeute für den Markt auch über 20 Arbeitsplätze und Umsatz im Ort. "Damit bleiben auch viele Menschen in ihrer Heimat, was wiederum gegen den Trend einer rückläufigen Bevölkerung wirkt." Als Geschenk überreichte Gäbl die gesammelten Werke von der Planung bis zur Fertigstellung in digitaler Form.
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