"D'Eslarner Werkstatt-Musikanten" feiern kleines Jubiläum
Aus der Werkstatt tönt Musik

Die historische "Binnerl-Werkstatt" war vor zehn Jahren der Gründungsort der "Werkstattmusikanten". Heute vermischen sich die Gründer mit Neumitgliedern zu einer stimmungsvollen Musikgruppe. Bild: gz
Kultur
Eslarn
24.06.2016
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"D'Eslarner Werkstatt-Musikanten" feiern am historischen Schlossberg ihre zehnjähriges Bestehen. Mit dem CSU-Ortsverband laden sie am Samstag, 16. Juli, ab 15 Uhr zu zünftiger Musik, süffigem Bier, leckeren Brotzeiten und bester Unterhaltung ein.

Bei freiem Eintritt wollen die Musiker um musikalischen Leiter Marco Procher der Fangemeinde musikalisch für die langjährige Treue danken. Die Musiker erinnern an die Zeit in der Werkstatt von Fasslbinder Leo Grötsch vor zehn Jahren. Den Namen und die typische Charakteristik erhielt die Gruppe von der ehemaligen traditionellen Fassbinderwerkstatt direkt an der südlich gelegenen Ortsanhöhe "Schlossberg".

Musik und gutes Essen


Bei der Veranstaltung erinnern die Musikanten an den "Binnerl-Leo" und dessen Sterbetag vor zehn Jahren. In der Werkstatt eines der letzten "Fassbinder" der Region trafen sich damals einige Musikanten zum gemütlichen Beisammensein. Aus der Tradition entstand auch der Spruch "Frische Mass Bier, gute Blasmusik und leckeres Essen - was will man mehr". An diesem ungewöhnlichen, aber urigen und gemütlichen Ort gründeten sich vor 38 Jahren auch die Schlossberger. In diese gemütliche Runde mischten sich damals auch so manche spätere Gründungsmitglieder der "Werkstattmusikanten".

Der geschichtsträchtige Raum war nicht nur ein Ort für bayerische und böhmische Klänge, sondern auch für nicht alltägliche Brotzeiten wie Backenfleisch von einem im Kessel ausgekochten "Saukopf".

Der eigentliche Ursprung der "Werkstattmusikanten" keimte in der Zeit der "Original Islouer Feierwehrkapell'n". Die Instrumentalisten liefen besonders in der Faschingszeit zur Hochform auf, sammelten erste Erfahrungen und entschlossen sich dann, die Proben nicht wie bislang nur im Feuerwehrhaus, sondern auch in der "Binnerl-Werkstatt" abzuhalten.

Etliche Anfragen


Nach zahlreichen Auftritten zur Faschings- und Starkbierzeit hegten die Mitglieder den Wunsch, auch bei kleineren Veranstaltungen aufzutreten. "Einfach war das nicht, da wir uns aus vielen spätberufenen Musikern zusammensetzten und nur einzelne bereits längere Zeit im Musikgeschäft vertreten waren", erinnert sich der Leiter. Es dauerte aber nicht lange bis die Musikanten mit ihren bayrisch-böhmischen Erkennungsmelodien die ersten Anfragen erhielten. Zum Standardrepertoire gehörte vor allem die Polka "der Böhmische Traum", sozusagen die Nationalhymne der Blasmusiker.

Anfangs schien alles auf wackeligen Beinen aufgebaut zu sein, jedoch mit Unterstützung des einheimischen Kommunbiers meisterten die Musiker so manche Hürde, gibt Procher zu. Inzwischen sind die Werkstattmusikanten in der Region fest etabliert und gelten als Bereicherung des kulturellen Angebots.

Die Musikanten möchten mit der kostenlosen Darbietung am Schlossberg vor allem ihren treuen Zuhörern danken. "Denn ohne den nötigen Zuspruch würde es uns nicht gehen", weiß Procher.

BesetzungDie musikalische Besetzung zählte ab der Geburtsstunde im Schnitt rund 16 Musiker, wobei berufsbedingt und aus zeitlichen Gründen wie bei vielen anderen Musikgruppen ein Kommen und Gehen zu verzeichnen war.

Die festen Säulen bilden Marco Procher (Tenorhorn), Norbert Reindl (Bass), Fabian Wild (großen Trommel), Hans Prem und Maximilian Hochwart (Flügelhorn).

Die Verbindung zum Mitveranstalter, dem CSU-Ortsverein, stellt der CSU-Vorsitzende Wolfgang Voit (Bass) her. Zudem bereichern die Gruppe Johannes Kleber (Trompete), Xaver Bayer und Manuel Meckl (erstes Flügelhorn), Markus Karl und Theresa Flöttl (zweites Flügelhorn), Josef Kaiser (Bariton), Gerhard Hanauer und Dieter Zäch (Posaune), Silke Hanauer und Nadja Kunz (Klarinette) und Florian Schmid (Schlagzeug). (gz)
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