Festzug in Eslarn mit der Patenkompanie aus Oberviechtach und dem TSV Eslarn
Abkühlung aus der Kübelspritze

Die Festdamen in ihren prächtigen Dirndl und die Festburschen in feschen Lederhosen waren ein Hingucker beim großen Festzug, der sich am Sonntag durch Eslarn schlängelte. Bilder: gz (2)
Kultur
Eslarn
04.08.2015
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Ein Fußballstadion, alte Traktoren, historische Kostüme in Hülle und Fülle und sogar eine Kanone: Für den Festzug am Sonntag hatten sich die rund 2000 Teilnehmer unglaublich viel einfallen lassen.

Über 3000 Zuschauer bewunderten die Aktiven in 103 Gruppen, die teilweise in historischen Kostümen die Geschichte der Region aufleben ließen. Am stärksten vertreten waren die Patenkompanie 1./122 aus Oberviechtach mit 116 Soldaten sowie der TSV Eslarn mit 100 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Turn- und Fußballabteilung.

Übergroßes Bierfass

Den Zug führten die Festdamen Ronja Rupprecht und Alexander Bauer auf ihren Pferden sowie die Musiker der "Eslarner" an. Ein wahrer Augenschmaus waren die 90 Festdamen in grünen und lila Dirndln und die Festburschen in ihren Lederhosen. Die Marktverwaltung schenkte ans Publikum Kommunbier aus und machte mit einem übergroßen Bierfass auf die Kommunbrauerei aufmerksam. Dagegen strahlten die Abordnung der Heimatverein aus Nürnberg und München mit dem Münchner Kindl auf dem Pferd um die Wette.

Die Teunzer Blaskapelle hatte 116 Uniformträger der Patenkompanie aus Oberviechtach im Schlepptau. In Kutschen hatten es sich der VdK, Ehrenbürger Georg Zierer und Bürgermedaillenträger gemütlich gemacht. Historisch glänzten die 20 Männer der Königlich Bayerischen Bürgerwehr aus Neustadt in ihren blauen Monturen.

Viele Feuerwehren

Die Stadtkapelle Pleystein führte die Gemeinde- und Vereinsvertreter aus ihrer Heimat an und wies auf einem Unimog auf ihre Kreuzbergkirche hin. Verstärkt wurde die Gruppe von der Feuerwehr und den "Fähnlein"-Schützen in historischen Gewändern. Die Feuerwehren aus der Region zeigten durch ihre Anwesenheit, teilweise mit Kübelspritze und Festwagen, ihre Schlagkraft.

Die Grenzland-Blaskapelle Dietersdorf stand an der Spitze des Waidhauser Blocks, in dem der Theaterverein "Dorfbühne" und das "Waidhauser Fähnlein" in historischer Aufmachung marschierten. Aber auch die Burgherren von Treswitz mit ihren Gefolge waren mit Lanzen und Schwertern angetreten. Ein Prachtstück war der Eisenhammer von Gröbenstädt. Die Oldtimerfreunde aus Moosbach hatten einen betagten Ursus-Bulldog dabei.

Abordnung des Paschervereins

Beifall erhielten das "Kräuter-Waibl" mit den Gesandten vom Jodok-Ritt aus Tännesberg und die prächtige Abordnung des Paschervereins aus Schönsee in altertümlichen Kostümen. Im Schlepptau hatten die beiden Gruppen Feuerspucker sowie ein Pferdefuhrwerk mit Heuwagen und Anhang aus der guten alten bäuerlichen Zeit.

Unbedingt dabei sein wollten die Goldwäscher und die Blumenkinder aus der Langau. Im Block der Eslarner war neben vielen Vereinen auch die Feuerwehr mit dem Lanz-Bulldog und der Kübelspritze, mit der beim Löschversuch auch mancher Zuschauer eine leichte Abkühlung abbekam.

Kolpingfamilie mit kleiner Eslarner Pfarrkirche

Mit der Eslarner Pfarrkirche im Kleinformat war die Kolpingsfamilie unterwegs. Und die "Hubertus"-Schützen waren auch mit einem Festwagen dabei. Die Böllerschützen führten als Wegzehrung nicht nur flüssigen Proviant mit, sondern mussten auch die schweren Handböller schleppen und auf die kleinste Kanone aufpassen.

Beeindruckend waren die "Bienen Majas" des örtlichen Imkervereins. Niedlich anzusehen war das kleine Häuschen der Siedlergemeinschaft. Mit einem mächtigen Aufbau machte der FC-Bayern-Fanclub auf die Allianz-Arena aufmerksam. Die Dartfreunde präsentierten sich als größter Dartclub in Deutschland und ihr Präsident Martin Bauer hatte eigens den Chauffeur Hans-Jürgen Bauer im Mini-Mercedes angeheuert.

Gewaltiger Besucherstrom

Der Spickerverein "Germanenpfeil" glänzte mit einer Abordnung "Germanen aus der Urzeit". Fischereiverein und Vogelzüchter waren je mit einem Festwagen vertreten. Der Opelclub als Schlusslicht hatte sein kleines Vereinsheim mitgebracht und zog einen gewaltigen Besucherstrom in Richtung Festzelt hinter sich her.

Festzug beim Heimatfest in Eslarn, 02.08.2015. Fotos von Karl Ziegler
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