1884er Schützen momentan nur unter kommissarischer Leitung - Eddy Hüllenhütter neuer ...
Traditionsverein ohne Führungsriege

Lokales
Eslarn
23.01.2015
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Das Amt des Vorsitzenden beim Schützenverein 1884 übernahm nach einem längeren Wahlgang Eddy Hüllenhütter. Trotz Bemühungen durch Gauschützenmeister Stefan Brandmiller, Bürgermeister Reiner Gäbl und den neuen Chef fand sich unter den vielen Mitgliedern kein zweiter Vorsitzender, so dass die Führungsriege bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung den Verein für einige Wochen kommissarisch führen wird.

Erfolgloser Wahlgang

Die Jahreshauptversammlung in der Gaststätte "Zum Alisn" wird den Schützen wegen des erfolglosen Wahlgangs noch lange in Erinnerung bleiben. Bereits vor zwei Jahren hatte Schützenmeister Matthias Hölzl den Vorstand informiert, dass er sich nicht zur Wiederwahl stellen werde. "Ich habe den Vorsitz im Schützenverein für zwei Jahre nur übernommen, da damals kein Schützenmeister gefunden wurde und ich die schwierige Zeit überbrücken wollte."

Gauschützenmeister Brandmiller erhielt als Wahlleiter zwar viele Vorschläge, aber von den möglichen Vorsitzenden nur Nein-Stimmen. Nach einem längeren Wahlgang stellte sich Hüllenhütter als Kandidat zur Verfügung und wurde auch mehrheitlich zum Vorsitzenden bestimmt. Der 71-Jährige zog von Köln nach Eslarn und ist bereits 50 Jahre Mitglied im Deutschen Schützenbund. "Da ich 20 Jahre Vorsitzender einer Schützenbruderschaft in Köln war und seit langen Jahren Mitglied bei den Schützenvereinen in Eslarn und Pfrentsch bin, kenne ich das Schützenwesen sehr gut und hoffe auf Unterstützung."

In diesem Zusammenhang erinnerte sich Bürgermeister Reiner Gäbl an die ehemaligen touristischen Werbefahrten nach Köln und begrüßte die Kandidatur des Rheinländers. "Ich hoffe auf eine Fortsetzung des Traditionsvereins, der mit dem sportlichen Angebot einer der ältesten am Ort ist."

Das Amt des zweiten Schützenmeisters blieb jedoch unbesetzt. "Warum sind wir ein Verein, wenn kein Mitglied etwas machen möchte?", fragte Hüllenhütter. Brandmiller erinnerte an die schweren Zeiten 1993 und vor vier Jahren sowie an die außerordentlichen Versammlungen. Nachdem sich in der Vergangenheit in zwei Fällen erst bei einer außerordentlichen Neuwahl eine Führungsriege fand, stehen den Mitgliedern des SV 1884 erneut einige bange Wochen bevor.

Gedanken machen

"Macht euch die nächsten Wochen reichlich Gedanken über eine neue Vorstandschaft", baten der Gauschützenmeister und sein Stellvertreter Anton Hirnet. Auch Bürgermeister Gäbl sprach den Schützen ins Gewissen: "Geht in Klausur und helft dem Schützenverein über diese Krise hinweg und sorgt für eine Fortsetzung des Traditionsvereins."

Da kein kompletter Vorstand gebildet werden konnte, übernahm das alte Führungsgremium kommissarisch die weiteren Amtsgeschäfte. "Wir werden auf jedem Fall den Schützenball am 25. Februar halten", betonte Hölzl und bat um Unterstützung.
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