Beim Holzbau ist der Wurm drin

Der Holzbau für das Dokumentationszentrum "Fischerei und Gewässerschutz" fügt sich direkt neben das Fischerhäusl und wird mit einem Kiosk, in der Mitte mit einem Dokumentationszentrum und im rechten Teil mit sanitären Anlagen ausgestattet. Bild: gz
Lokales
Eslarn
06.10.2014
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Der Holzbau für das Dokumentationszentrum "Fischerei und Gewässerschutz" hätte im November fertig sein sollen. Nun geht das Projekt aber in den zweiten "Winterschlaf".

Die Holzkonstruktion fügt sich direkt ans Fischerhäusl. Für die Umsetzung des Gesamtprojektes wurden rund 230 000 Euro veranschlagt. Um die Kosten zu drücken stehen staatliche Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), aus dem Bayerischen Zukunftsprogramm "Agrarwirtschaft und Ländlicher Raum" (BayZAL) und aus der Leader-Förderung gemäß Richtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Raum.

Nach einem Zuwendungsbescheid vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus Neumarkt wurden 2013 bereits 28 826 Euro und 2014 der Rest von 20 000 Euro ausbezahlt. Eine der Voraussetzungen für die Genehmigung des Informationshauses waren übernommene Eigenleistungen in Höhe von rund 73 000 Euro durch dem Bauhof und durch ehrenamtliche Hilfe der Vereine.

Mit ehrenamtlicher Unterstützung der Mitglieder vom Fischerei- und Wintersportverein wurde das alte Gebäude im Oktober 2013 abgerissen, so dass nach den Vorstellungen der Marktgemeinde im November 2014 mit der Fertigstellung geplant war. Nach den aktuellen Aussagen geht der Bau jedoch in den zweiten "Winterschlaf" und soll im nächsten Jahr zum Start des Heimatfestes 2015 rechtzeitig vollendet werden. Damit verlängert sich die Baumaßnahme nach einem Jahr um weitere Monate.

In der vergangenen Badesaison mussten sich die Badegäste aufgrund der fehlenden sanitären Anlagen mit einem Klo-Container und die Kioskpächterin mit einem provisorischem Stodl der Vereinsgemeinschaft zufrieden geben. Mit einer neuen Idee überraschte Bürgermeister Reiner Gäbl bei einer Veranstaltung des Fischereivereins. Die Hauptattraktion im Fischerei-Infozentrum soll ein Aquarium mit heimischen Süßwasserfischen werden.

Zudem sind im Außen- und Innenbereich aussagekräftige Informations- und Erläuterungstafel zum Thema Fischarten, Gewässerkunde und Fischereiwesen vorgesehen. Das Gemeindeoberhaupt bat die Mitglieder vom Fischereiverein bei der weiteren Umsetzung weiter um ehrenamtliche Unterstützung. In der "Bürgerwerkstatt" im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept "ISEK 2030" diskutierten Bürger über weitere Möglichkeiten einer Aufwertung des Freizeitgeländes am Atzmannsee. Angedacht wurde der Ausbau für den Wohnmobiltourismus, ein Beach-Volleyballfeld und eine schwimmende Holz-Insel.

In die Ideensammlung mit eingeflossen waren in den vergangenen Jahren nicht zuletzt Toiletten im hinteren Geländebereich des Atzmannsees und an der westlichen Nichtschwimmerseite eine Kinder-Wasserrutsche.
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