Bekenntnis zu den Soldaten

Kommandeur Oberstleutnant Mario Brux und Bürgermeister Reiner Gäbl schritten die Front der angetretenen Rekruten ab. Bild: bey
Lokales
Eslarn
06.11.2015
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In nahezu völlige Dunkelheit war das Eslarner Sportgelände beim Gelöbnis gehüllt. Bundeswehrsoldaten gaben mit Fackeln die räumliche Vorgabe für die Aufstellung der Rekruten. Knicklichter auf dem Boden halfen, die richtigen Positionen zu finden.

"Mit ihrer freiwilligen Entscheidung, Ihren Dienst bei der Bundeswehr abzuleisten, haben Sie ein klares Bekenntnis zu dem in unserem Grundgesetz verankerten Grundsatz der wehrhaften Demokratie abgelegt." Oberstleutnant Mario Brux, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach, schloss in diese klare Aussage in seiner Ansprache bei der Gelöbnisfeier am Donnerstagabend auf dem Sportgelände des TSV, die Bereitschaft der Rekruten mit ein, damit auch einen Beitrag zur Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu leisten.

Bürgermeister Reiner Gäbl forderte die jungen Leute auf, die Dienstzeit bei der Bundeswehr für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit zu nutzen. Das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen begleitete die Veranstaltung.

Viele Ehrengäste

Hinter den angetretenen 89 R Rekruten der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie des Panzergrenadierbataillons 122 sowie den 27 Rekruten der 5. Kompanie des Logistikbataillons 472 aus Kümmersbruck waren mehrere Hundert Eslarner sowie Eltern und Angehörige, Freundinnen und Freunde der jungen Soldaten. Dazu nahmen mit stellvertretender Landrätin Margit Kirzinger, stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl (Schwandorf), drittem Bürgermeister Hubert Blödt (Kümmersbruck) Bürgermeister Rainer Rewitzer (Pleystein) viele Ehrengäste teil.

Gäbl erinnerte sich in seiner Ansprache an die eigene Wehrdienstzeit, die an gleicher Stelle begonnen hatte. Doch seitdem habe sich die Bundeswehr einem radikalen Veränderungsprozess unterzogen, sagte der Rathauschef. So sei der Eiserne Vorhang verschwunden und damit auch die Aufgabe der Bundeswehr als Verteidigungsarmee weggefallen. "Dennoch braucht die Bundesrepublik als freies demokratisches Land eine Armee, um damit den Anspruch einer wehrhaften Demokratie auszudrücken." Gäbl bat die Rekruten, die Ausbildung als Chance zu sehen, die sachliche Diskussion zu lernen und die Position eines anderen zu respektieren. Die jungen Soldaten müssten ihre Aufgabe aber auch darin sehen, den Demokratisierungsprozess innerhalb der Bundeswehr zu unterstützen.

Brux bezeichnete die Gelöbnisfeier als Zeichen der engen freundschaftlichen Verbundenheit mit der Bevölkerung. Die Anwesenheit der vielen Bürger lasse die Einbindung der Soldaten zur gelebten Praxis werden. Die Worte des Eslarner Marktoberhaupts würdigte der Kommandeur als Bekenntnis zu den Soldaten und als Bestätigung und Anerkennung für den Dienst. Die Rekruten stünden in der Tradition von Generationen von Vorgängern, die ebenfalls einen Beitrag zur Sicherheit des Landes geleistet hätten.

Panzergrenadier Axel Kassahn sprach im Namen seiner Kameradinnen und Kameraden. Er macht deutlich, dass bereits kurze Zeit nach Dienstantritt im Oktober die Kameradschaft enorm gewachsen sei. Daraus ergebe sich ein Gefühl der Sicherheit und des Zusammenhalts.
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