"Das gibt es nur in Eslarn"

Auch die dreijährige Theresia Seefeld legte ein Tänzchen aufs Parkett.
Lokales
Eslarn
06.08.2015
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Immer wieder beklagen Traditionalisten den Untergang echter bayerischer Volksmusik. In Eslarn war das am "Tag der Heimatvereine" ganz anders.

Denn dieses Musikgut ist besonders in der Oberpfalz so lebendig wie eh und je. Viele Besucher verbrachten im fast voll besetzten Festzelt gemütliche und unterhaltsame Stunden. Die Moderation bei den Auftritten der drei Musikgruppen hatte Manfred Wild, Leiter der "Schlossberger", übernommen.

Den Beweis für bodenständige und volkstümliche Musik erbrachten am Dienstag musikalische Eslarner mit auswärtiger Verstärkung. Angetreten waren die "Zoiglblosn", "Stumhockl" und die "Zwoa Schneidig'n". Die Musiker begeisterten mit einem herzerfrischenden Programm.

Schwungvolle Dreher

Die gemütliche bayrisch-böhmische Blasmusik war auch im Sinne des 87-jährigen Ehrenbürgers Georg Zierer. Die dreijährige Theresia Seefeld, die mit ihrer Mutter aus Schwandorf und ihrer Oma aus Eslarn anwesend war, zeigte vor der Bühne schwungvolle Dreher, die sie sich von den Festdamen abgeschaut hatte. Ihr Lieblingsmusiker war natürlich ihr Onkel Norbert Reindl.

Leidenschaftliche Musiker

Den Start machte die "Zoiglblos'n" mit ihrem von Diplommusiker Stefan Karl komponierten "Zoiglmarsch". Mächtig Gas mit Wirtshausliedern gaben im Anschluss die vier Musiker von "Stumhockl". Nahtlos in den Musikantenreigen fügten sich die "Zwoa Schneidig'n" mit bayerischen Melodien und Couplets, gewürzt mit deftigem "Schmatz". Manfred Wild am Horn und Christian Müller aus Waldkirch mit der Quetschn ließen ihre Leidenschaft und Lebensfreunde auf die Zuhörer überschwappen.

Die drei Gruppen bewiesen, dass sie nicht nur in gemütlichen Wirtsstuben zu Hause sind, sondern auch ein ganzes Festzelt mit knapp 2000 Besuchern unterhalten und mit ihren volkstümlichen Weisen begeistern können. Keine Ermüdungserscheinungen beim Mitsingen und Klatschen im Rhythmus zeigten an der vordersten Front die Festdamen und Festburschen. Dass Musik verbindet, stellten die Musikanten beim gemeinsamen Finale unter Beweis, bei dem fast alle Instrumente noch einmal zum Einsatz kamen und für wahre Begeisterungsstürme sorgten. "Eine derartige musikalische Darbietung ohne Eintritt gibt es nur beim Heimatfest in Eslarn", meinte ein begeisterter Gast.
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