"Das Grauen kehrt zurück"

Die Musiker der Band "Stubnhockl Dance" lockten beim Faschingsball des "Löwen"-Fanclubs mit tollem Sound viele Eslarner auf die Tanzfläche. Bild: gz
Lokales
Eslarn
21.01.2015
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Einen perfekten Start in die fünfte Jahreszeit bot der Eslarner "Löwen"-Fanclub mit dem Faschingsball in der "Alten Turnhalle". Viele Besucher hatten sich unter dem Motto "Monster und Zombies" toll verkleidet.

Die Organisatoren sorgten mit gruseligen Gesellen und einer bunten Dekoration an Wänden und Decken für eine gespenstische Atmosphäre. Den Ausspruch "das Grauen kehrt zurück" nahmen die Raumausstatter und einige Maskierten wörtlich, so dass aus allen Ecken und Winkeln angsteinflößende Gesellen auf das Publikum grinsten.

Flüssige Arznei

Die Bedienungen sorgten reichlich für flüssigen Nachschub und garantierten besten Service. Als Rotkreuzschwester huschte Kassiererin Michaela Grötsch mit weiß-rot gefleckter Schürze von Tisch zu Tisch. Es schien, als würde sie direkt aus dem Operationssaal kommen, um die vielen Patienten im Saal mit flüssiger Arznei zu verarzten.

Vor allem zu vorgerückter Stunde füllten sich die letzten Tischreihen, und die vielen Gäste verhalfen den "Löwen" zu einer gelungenen Ballnacht. In den Reihen begrüßte Vorsitzender Stefan Bösl besonders Abordnungen der Gemeinde, Vereine und Organisationen und sowie Gäste aus den Nachbargemeinden.

Einen stimmungsvollen Erstauftritt legten die Musiker der "Stubnhockl Danc" aufs Parkett. Sie versprühten unter den Gästen beste Laune. Die Musiker mit den Eslarnern Christian Schmucker, Johannes Hochwart, Norbert Reindl und den Dietersdorfern Marco und Tobias Hauer feierten in dieser Zusammensetzung eine gelungene Premiere und spielten sich mit Oldies und Stimmungshits in die Herzen der Zuhörer. "Die sind gut", lautet einer der aussagekräftigen Kommentare.

Mit einem vielfältigen Repertoire gaben die unermüdlich aufspielenden Tonkünstler mächtig Gas, animierten zum Tanzen und erhielten vom Publikum beste Noten. Mit Spannung erwartet wurde die Tanzshow der Tanzgruppe "Public Surprise" aus Waidhaus. Die bezauberten Mädchen und strammen Burschen glänzten in ihrem sehenswerten Leoparden-Look und verzauberten vor allem die Männerherzen, aber auch die Frauen, mit einem ideenreichen und akrobatischen Programm. Für die perfekt einstudierte Choreographie erntete die junge Truppe viel Applaus.

Die Faschingsband "Schlutupers" brachte beim zackigen Einmarsch den Saal zum Beben. Nach einer perfekten Einstimmungsphase der Blasmusiker vereinte sich die Faschingscombo mit der "Stubnhockl Dance" zu einem stimmigen Orchester. Nicht mehr bändigen ließen sich die Monster, Zombies und Schreckgespenster vor allem beim geheim gehaltenen Soloauftritt von Michael Linsmeier, der allen unter dem erlauchten Künstlernamen "Mike vom Warsteiner Keller" bekannt sein dürfte.

Die kleine Mitternachtsshow gestaltete "Mike" mit dem Lied "Eine weiße Rose" von den Kastelruther Spatzen und brachte damit die begeisterten Zuhörer zum Schunkeln. Gekonnt präsentierte der Hobbysänger zudem den populären Schlager vom "schönen und armen Gigolo". "Den Auftritt hat er im Warsteiner-Keller bereits mehrmals geprobt", verriet ein Insider. In der Öffentlichkeit wollte sich der Solist nicht in gewöhnlicher Straßenkleidung, sondern mit Zylinder und Smoking, würdig eines eleganten Gigolos, präsentieren. "Vielleicht tut sich da ein Engagement auf", dachte sich der Kellerboss und sang aus voller Brust.

"Riesiger Erfolg"

"Mit diesem riesigen Erfolg haben wir nicht gerechnet. Es war eine einmalige und bombastische Show", fasste Vorsitzender Stefan Bösl alle Darbietungen zusammen. Er dankte allen Akteuren für die sehr gute Unterhaltung, der Gemeinde für die Überlassung der Turnhalle und den Gästen. Ein Dank ging auch an Beleuchter Marco Spandl, der die Akteure ins rechte Licht rückte und für tolle Lichteffekte sorgte. Bevor die "Löwen" zum Zapfenstreich bliesen, trafen sich die letzten Geister zur vorgerückter Stunde in der Gespenster-Bar. Manche bereiteten dem Spuk erst bei aufgehender Sonne ein Ende und huschten wie ein Vampir in die Kiste.
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