Dem Zeitplan hinterher

Noch sind die Arbeiten im künftigen Zoiglmuseum in vollem Gange. Der dortige alte Dielenholzboden bereitet zweitem Bürgermeister Georg Zierer große Sorgen. Bis Dienstagabend soll eine Fläche so hergestellt werden, wie sie sich nach der Restaurierung zeigen würde. Bild: bey
Lokales
Eslarn
15.01.2015
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Die Umgestaltung des Kommunbrauhauses in Verbindung mit der Einrichtung des Zoiglmuseums weist deutliche Fortschritte auf. Davon überzeugte sich der Bauausschuss des Marktes Eslarn bei seiner Sitzung am Dienstagnachmittag.

Dennoch sind nach den Worten von zweitem Bürgermeister Georg Zierer noch deutliche Defizite gegenüber dem in der Novembersitzung des Bauausschusses festgelegten Zeitplan zu erkennen. So könne beispielsweise der 15. Januar 2015 als Termin für die Beendigung der Arbeiten und für die Abrechnung sowie Zuschussgewährung nicht eingehalten werden, es sei aber auch im Museum keine Fläche der Fußbodendielen vorbereitet worden, um den Zustand nach der Restaurierung zu erkennen. Letztlich habe die Türe zum Gärkeller keine Kühlfunktion.

Architekt Josef Schönberger beruhigte Zierer und die Mitglieder des Bauausschusses, dass mit Sicherheit am 28. Februar 2015 alle geprüften Schlussrechnungen vorliegen und an die Zuschussstelle weitergegeben werden können. Die Nichteinhaltung von Terminvorgaben durch die Baufirmen sei von ihm nicht zu vertreten, sagte Schönberger auf den Einwand, die Arbeiten hätten schon bis zum 15. Dezember abgeschlossen sein sollen. "Wenn die Handwerker nicht kommen, ich kann's nicht machen", war die klare Aussage des Architekten. Bis Dienstagabend um 18 Uhr soll jetzt die beauftragte Firma eine Musterfläche des Dielenbodens im späteren Museum für eine Begutachtung vorbereiten.

Nach Meinung des zweiten Bürgermeisters erfüllt die Türe zum Kühl- und Gärraum keinen Kühlzweck. Dies räumte auch der Architekt ein und bezeichnete die eingebaute Türe als "Feuchtraumtüre". Hinter den Türen versteckte Steckdosen können durch einen anderen Anschlag der Türe genutzt werden, so dass der Mangel damit behoben wäre, sagte Schönberger. Um den Zugang zur Toilettenanlage im Kellergeschoss Campern zu ermöglichen und gleichzeitig die Räume im Erdgeschoss vor widerrechtlichem Zugang zu schützen, soll nach Meinung der Bauausschussmitglieder im Keller vor dem Treppenaufgang ein Gitter errichtet werden.

Im Zoiglmuseum wurden nach Erkenntnis von Zierer Aluminiumlüftungsschlitze schief eingebaut. Dies liege aber am vorausgegangenen Trockenbau, sagte der Architekt. Einigkeit bestand darüber, die Lüftungsschlitze "kostenneutral" in Holz einbauen zu lassen. Der Dielenboden im künftigen Zoiglmuseum bereitet dem zweiten Bürgermeister große Sorgen, weil sich dort vorhandene Löcher und Beschädigungen auch durch die beabsichtige Restaurierung nicht beseitigen lassen.

Vor der Marktgemeinderatssitzung am Dienstag soll dann bei einer Ortsbesichtigung über das weitere Vorgehen gesprochen werden. Laut Architekt Schönberger hat das für die Einrichtung des Museums beauftragte Unternehmen "Cosmoc" den Boden als gut befunden.
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