Ein Haus sogar für die Maus

Vorsitzender Martin Eckert (Zweiter von rechts) dankte den langjährigen Mitgliedern für die Treue zum Vogelzuchtverein. Bild: gz
Lokales
Eslarn
24.01.2015
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Der "Vogelzucht- und Schutzverein mit Umgebung" macht genau das, was sein Name aussagt: Neben der Pflege heimischer und weltweit bekannter Vogelarten hat er ein wachsames Auge auf eine intakte Natur. Eine touristische Attraktion ist die Vogelzuchtanlage, die jährlich ab Mai die Tore öffnet.

Der wertvollste "Schatz" der Gemeinschaft sind fünf noch lebende Gründungsmitglieder. Auch die Treue zum Verein sowie Neuzugänge sicherten die Zukunft. So war die Freude über fünf neue Mitglieder groß. Vier wurden für langjährige Zugehörigkeit geehrt. Gekommen waren zur Jahreshauptversammlung ins Café Karl 28 von 63 Mitgliedern. Vorsitzender Martin Eckert sah darin eine Bestätigung guter Arbeit. "Wir sind gut aufgestellt", sagte er.

Eckert dankte den Wirten Karl für die Unterstützung. Die Vereinsgeschichte jährte sich am 21. Januar zum 38. Mal. Die Aktivitäten besprach und plante die Gemeinschaft in 10 Monatsversammlungen, teilte Schriftführer Josef Riedl mit. Das gesellige Leben bereicherten eine Vogelstimmenwanderung, ein Grill- und ein Kegelabend.

Unberührte Natur

Sehr gut angekommen ist die Wanderung zum Schloss nach Dianaberg ins tschechische Nachbarland unter der bewährten Führung von Stefan Reindl und Stefan Schmid. Die Wanderfreunde erlebten eine unberührte Natur mit geschichtlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Die Mitglieder seien im Durchschnitt 52 Jahre alt, sagte Riedl. "Die Jüngste ist Paula Rehfeld aus Teunz mit 12 Jahren, der Älteste der 82-jährige Karl Irlbacher aus Weiden." Ringwart Hans Zierer teilte mit, dass sieben Aktive vom Deutschen Kanarien- und Vogelzüchter-Bund 500 Ringe bestellt hätten. Er erläuterte die Aus- und Einnahmen und erwähnte die Anschaffung von Bierkrügen für Geschenke und den Schutzzaun am Ententeich. Die Jugendlichen Christoph Demleitner und Jonas Beck pflegten und hegten den Ententeich mit verschiedenen Arten hervorragend, so dass sich bei den Tieren bereits Nachwuchs einstellte. Ein Dank ging an Wilhelm Karl für die gespendeten Sonnenblumenkerne sowie an alle Spender und treuen Mitglieder. "Für den Verein ist jeder Cent wichtig. Die Gelder werden überwiegend zum Erhalt sowie für die Sanierung der Vogelzuchtanlage verwendet."

Die Mitglieder müssten noch zwei Dächer sanieren, gab Zierer bekannt. Kassenprüfer Wilhelm Karl bescheinigte einwandfreie Buchführung. Die Kontrolle der 100 aufgestellten Nistkästen übernahmen Martin Eckert, Zierer und Martin Hauser. Besetzt waren 82 Kästen, davon 63 mit Meisenarten, 8 mit Sperlingen, außerdem mit Kleibern und Baumläufern. Aber auch Hornissen und Wespen nutzen ab und zu das kleine Domizil als Unterschlupf. Im Holzhäuschen machte es sich auch eine Haselmaus mit ihrem Nest gemütlich. Für die Instandsetzung kaputter Holzhäuschen ist Stefan Schmid verantwortlich, der die neuen Kästen so konzipierte, dass sie sich leichter reinigen lassen. Mit der Aufstellung der kleinen Vogel-Behausungen leistet der Verein der Natur wertvolle Dienste. Bürgermeister Reiner Gäbl dankte für die ehrenamtlichen Leistungen, besonders in der beispielhaft gepflegten Vogelzuchtanlage. Der Gemeindechef war über den guten Besuch und die harmonische Versammlung erfreut und sagte jede Hilfe der Gemeinde zu. Die tolle Anlage mit ihrer bunten Vielfalt soll beim Heimatfest ins Geschehen eingebunden werden. "Denn alles, was lebt und sich bewegt, ist gut."

Treue Mitglieder geehrt

30 Jahre im Verein sind Josef Kohl aus Vohenstrauß, Richard Bauer aus Niedermurach, Rudi Hauser aus Niedermurach und Vereinswirt Erhard Karl. Eckert wies auf den geplanten Kegelabend im März, die Vogelstimmenwanderung, den Streifzug entlang der Pfreimd und an den Grillabend im August hin.
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