Einmalige 15. Kreuzwegstation

Lokales
Eslarn
25.09.2015
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Die Wallfahrt der Pfarrei Eslarn führte nach Rinchnach in den Bayerischen Wald. Dabei stand für die 34 Teilnehmer nicht nur Geistliches auf dem Programm.

Nach einem Gottesdienst und der Besichtigung des ehemaligen Klosters stand getreu eines uralten Spruchs der dort ehemals beheimateten Benediktiner "Nach der Mess' kommt die Mass" ein Rundgang durch eine Traditionsbraugaststätte auf dem Programm. Die Messe in der spätbarocken Klosterkirche zelebrierte Pfarrer Erwin Bauer.

Im Anschluss führte Ulrike Dachs durchs denkmalgeschützte Kloster, eines der schönsten Kirchenbauwerke Bayerns. Die Eslarner bewunderten berühmte Asambilder, den romanischen Taufstein, die aufwendigen Deckengemälde, die Schreinerarbeiten und den mittelalterlichen Kreuzgang im Innenhofgarten. Absolut einmalig ist in der rechten Seitenkapelle vor allem das Grab von St. Hermann mit vielen Muschelschalen.

Ein Themenrundweg mit 25 modernen Tafeln beschrieb die historischen Gebäude im altertümlichen Ortskern und die 1000-jährige Geschichte. Der Rundgang führte zum ehemaligen Propsteigebäude, ehemaligen Brauereihof, zur Klosterschänke, zum Propsteirichterhaus und zum Maierhof, wo vor 200 Jahren die Mönche noch einen landwirtschaftlichen Betrieb führten.

Herrlicher Rundblick

Nach dem Mittagessen folgte eine Andacht in der schlichten spätbarocken Waldkapelle "Frauenbrünnl", die nach dem Ortsgründer St. Gunther auch "Gunterkircherl" genannt wurde. "Das sakrale Kleinod wurde 1766 bei einer einstigen Einsiedler-Klause erbaut und hat von der Mutter Jesu und dem kleinen Brünnlein, das direkt aus dem Felsen neben dem Bauwerk fließt, seinen Namen", informierte Dachs. Einmalig ist die 15. Kreuzwegstation mit der Auferstehung Jesu Christi. Sie gehört zum gläsernen Kreuzweg der Partnergemeinde Hartmanitz. Ein herrlicher Rundblick über die Kirchturmspitze und das Rinchnachtal hinweg, sowie auf die Burg Weißenstein und den Geißkopf bot sich den Wallfahrern auf der Aussichtsplattform oberhalb vom "Frauenbrünnl".

In einer Schäferei gab es Naturprodukte. Danach ging es weiter nach Bad Kötzting zur Traditionsbraugaststätte "Lindner-Bräu", die als einzige von den ursprünglich sechs Kötztinger Brauereien noch existent ist.
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