Eslarner Kindergarten geht mit 27 Buben und Mädchen an zehn Tagen in den Wald
Mit Fichtenzapfen das Abc gelegt

Mit dem Bollerwagen schafften die Kinder reichlich Baumaterial an. Bild: gz
Lokales
Eslarn
08.06.2015
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Beim zweiwöchigen Waldprojekt des katholischen Kindergartens wurden die Mädchen und Jungen waldpädagogisch betreut und auf die Vielseitigkeit des Waldes und die großen und kleinen Waldbewohner aufmerksam gemacht. Mit Fichtenzapfen legten die Kinder das Abc, und mit Ästen bauten sie ein märchenhaftes Waldhaus sowie ein sehenswertes Insektenhotel.

Beim Projekt "Waldkindergarten" standen im Zuge der ganzheitlichen Erziehung familienergänzende und -unterstützende Aufgaben und beim Spiel die Kindergartenpädagogik im Mittelpunkt. Der psychomotorische Bereich befasste sich dagegen mit Klettern. Eigene Grenzen sollten erkannt und einander geholfen werden.

Mit der sozialen Erziehung werden laut Kindergartenleiterin Beate Sparschuh Eigenverantwortung und Persönlichkeitsentfaltung gestärkt. Zur Umsetzung des Projekts verlegten die Erzieherinnen Sparschuh, Ramona Zangl und Steffanie Zimmet mit 27 Vorschulkindern ihre Aktionen zehn Vormittage vom Kindergarten St. Elisabeth in das Kirchenholz nordöstlich von Eslarn. Einblick in das Ökosystem Wald gab Försterin Manuela Forster, die zudem auf die Wichtigkeit des Waldes als Sauerstoff- und Rohstofflieferant sowie als Wasserspeicher hinwies.

Im Wald habe jedes einzelne Tier eine bestimmte Aufgabe. Als Beispiel nannte die Försterin die vorhandenen Waldameisen. Sie vertilgten Unmengen von Baum- und Waldschädlingen und reinigten den Wald von toten Tieren. Da es im Wald verschiedene Materialien mit den unterschiedlichsten Oberflächen gibt, konnten die Kinder auch die fünf Sinnesreize auf vielfältige Weise stärken. Beim Schnitzen eines Grillsteckens lernten die Mädchen und Buben den richtigen Umgang mit dem Taschenmesser und beim Bau eines kleinen Floßes aus Naturmaterialien die Entfaltung der Kreativität.

Beim freien Spielen gingen alle auf Schatzsuche. Jeder half mit, die versteckten "Waldzwerge" zu finden. Ein Höhepunkt war das Herstellen eines Insektenhotels. Stolz zeigten sie auf ein mit Zweigen und Ästen gebautes Waldhaus. Das ausgelegte Moos im märchenhaften Holzhäuschen machte ein bequemes Sitzen auf dem harten Waldboden möglich.

"Bei einem kurzen Regenschauer konnten die Kinder die Tropfen spüren und erleben und die entstandenen Wasserpfützen zum Spielen nutzen", erzählte die Kindergartenleiterin. Bei der anschließenden Brotzeit kam die überraschende Lieferung von heißem Tee durch den Elternbeirat gerate recht.
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