Gehege und Spielplatz begeistern Kinder - Rundwanderweg mit Mitmachstationen
Wildpark lockt mit 30 Tieren

Mit gebührenden Abstand und Respekt fütterte der sechsjährige Michael das Rotwild und versuchte, außer dem Vordrängler mit dem großen Geweih auch den kleineren Tieren einen Happen anzubieten. Bild: gz
Lokales
Eslarn
29.09.2015
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Im Wildpark des Markts tummeln sich derzeit drei Generationen Wildschweine sowie Kälber von Rotwild und Lämmer von Muffelwild. Gerade die jüngeren Besucher legen auf die jüngeren Tiere, aber vor allem auf die vier gestreiften Frischlinge ihr Augenmerk. Aber nicht nur das können die Gäste bestaunen.

Ziel für Familien

Den Ausflügen der kleinen Wildschweine durch den Zaun ins Freie schob der Bauhof mit Baustahl einen Riegel vor. Der gepflegte Wildpark mit den rund 30 Tieren und das begrünte Gehege liegen am Fuße des Osthangs "Stückberg" und sind auf halber Strecke von Eslarn nach Schönsee zu erreichen. Das Tiergehege im Naherholungsgebiet des Forstbetriebes Flossenbürg wird von zahlreichen Familien besucht.

Kurz nach dem Eingang vom Parkplatz zum rund drei Hektar großen Areal tummeln sich in einem separaten Gelände zahlreiche Wildschweine. In den Reihen der Schwarzkittel regiert ein mächtiger Keiler, der sich oft im Schlamm sudelt und beim Fressen an den beiden Bachen und acht Überläufern vorbeidrängelt. Die vier Frischlinge dagegen sind zum Spielen und zu Abenteuern aufgeweckt und büxten aus dem geräumigen Gehege ab und zu durch den Zaun aus. Sie kehrten aber nach ihren kurzen Ausflügen freiwillig wieder zu ihrer Großfamilie zurück. Die Gemeindearbeiter um "Wildheger" Franz Sterr haben die Schlupflöcher gestopft und den Zaun mit Baustahl verstärkt. Damit ist für die Ausreißer jeder Ausgang geschlossen.

Gerade die Herbstzeit bietet mit dem verfärbten Laubwald eine atemberaubende Kulisse, die von den Brunftschreien des 15-Enders mit Leben erfüllt wird. Der Platzhirsch schreitet um die acht Hirschkühe und dazwischen mischen sich zwei Spießer und acht Kälber, die wie fast alle Tiere zum Anfassen am Zaun auf die Besucher warten. Der Muffelwildbestand setzt sich aus einem Widder, fünf Wildschafen und zwei Lämmern zusammen.

Toll finden die Kinder den unmittelbar beim Eingang, abseits vom Verkehr, installierten Waldspielplatz. Dort erwartet die Mädchen und Buben eine Erlebnisbühne mit einer Auswahl an Wippbalken, "Fuchsbau-Tunnel", Schaukel und Klettergerüst. Während die Kinder am Holzspielplatz beschäftigt sind, bieten urige Sitzgelegenheiten aus Holz den Erwachsenen reichlich Gelegenheit zu einem Picknick.

Entlang des etwa ein Kilometer umfassenden Rundwanderwegs warten auf die großen und kleinen Besucher verschiedene Mitmachstationen wie ein Holzklanginstrument, ein Naturratespiel und ein Barfußpfad, auf dem die einzelnen Sinne erlebt werden. Eine Bereicherung für die Gliederfüßler ist das Insektenhotel und das umherliegende Totholz, das den Tierarten als Behausung und als Vorratskammer dient.

Aufstieg zum Stückbergturm

Wer nach den vielen Eindrücken noch Lust auf einen Fußmarsch auf einem der zahlreich vorhandenen Wanderwege hat, für den bietet sich der 30- bis 45-minütige Aufstieg zum Stückbergturm und Naturwaldreservat Stückberg an. Nach dem Anstieg von 600 auf 808 Höhenmeter erwartet die Wanderer am Gipfel ein 32 Meter hoher Aussichtsturm mit 144 Stufen, auf dem man bei gutem Wetter in Richtung Bayerischer und Böhmer Wald einen sagenhaften Panoramablick hat.
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